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Chicago (Stadt)

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Bildung und Kultur

Chicago ist mit zahlreichen Hochschulen und Universitäten ein bedeutendes Zentrum der höheren Bildung. Neben der renommierten Universität Chicago ist die Stadt auch Sitz der Northwestern University (1851), des Illinois Institute for Technology (1940), der katholischen Loyola University (1909), der DePaul University (1907) und der Chicago State University (1867).

Chicago beheimatet mehrere Museen, zu denen u. a. das Art Institute of Chicago (1879), eines der größten Kunstmuseen des Landes, das Field Museum of Natural History (1893) mit naturkundlichen Ausstellungen und das DuSable Museum of African-American History mit Sammlungen zur Geschichte der Schwarzen in den USA gehören. Im Hyde Park befinden sich das Oriental Institute und das Museum of Science & Industry (1893). Im Lincoln Park ansässig sind die Chicago Academy of Sciences (1857), die auch eine renommierte zoologische Sammlung zeigt, und das sich der Stadtgeschichte widmende Historical Society Museum (1856). Erwähnenswert sind außerdem das Museum of Contemporary Art mit bedeutenden Sammlungen zeitgenössischer Kunst und das Mexican Fine Arts Center Museum, das Dokumente mexikanischer Volkskunst präsentiert. Das 1891 gegründete Chicago Symphony Orchestra ist eines der bekanntesten der Welt.

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Geschichte

1673 passierten die französischen Forschungsreisenden Jacques Marquette und Louis Jolliet das Gebiet des heutigen Chicago, das von den hier lebenden Indianern „Checagou” genannt wurde. Die eigentliche Siedlung Chicago ging aus dem 1803 gegründeten Fort Dearborn hervor und erhielt 1837 Stadtrechte. Der Beginn der Schifffahrt auf den Großen Seen und der Ausbau des Eisenbahnnetzes ab Mitte des 19. Jahrhunderts gaben Chicago wichtige Impulse.

Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) entwickelte sich die Stadt zu einem überregional bedeutenden Industriezentrum. Chicago verzeichnete einen großen Zustrom an Zuwanderern aus den USA – darunter viele Schwarze – und Einwanderern aus Europa (vor allem Ost- und Südeuropäer). Bei Demonstrationen von Industriearbeitern für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Anhebung der Löhne kam es z. B. beim Haymarket-Aufstand im Mai 1886 und beim Pullman-Streik im Juni 1894 zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, die zahlreiche Menschenleben forderten.

Bis 1890 hatte die Einwohnerzahl aufgrund der Eingemeindung mehrerer Vororte die Millionengrenze überschritten. Im Sommer 1919 brachen in den gesamten Vereinigten Staaten Rassenunruhen aus, zu den schwersten kam es in Chicago. In der Zeit der Prohibition (1920-1933) war Chicago für Alkoholschmuggel, Gangster wie Al Capone und Bandenkriege, tragisch verkörpert im Massaker am Valentinstag 1929, berüchtigt.

1933 fand – zum zweiten Mal nach 1893 – die Weltausstellung in Chicago statt. Mit der Eröffnung des Sankt-Lorenz-Seeweges 1959 erhielt Chicago Zugang zum Atlantischen Ozean. In den vergangenen Jahrzehnten erregten viele moderne Bauprojekte international großes Aufsehen.

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