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Windows Live® Suchergebnisse PhytosaurierEnzyklopädieartikel
Phytosaurier, Unterordnung ausgestorbener krokodilähnlicher Reptilien, die zu den häufigsten fossil erhaltenen Reptilien der späten Trias gehören. Trotz ihrer erheblichen Ähnlichkeit mit Krokodilen waren Phytosaurier nicht besonders eng mit ihnen verwandt; Krokodile entwickelten erst im späten Jura ihre heute typische Gestalt, Phytosaurier waren dagegen bereits zum Ende der Trias ausgestorben. Die Übereinstimmungen im Körperbau beruhen auf Konvergenz: Phytosaurier hatten eine ähnliche Lebensweise wie Krokodile und deshalb einen ähnlichen Körperbau. Anders als bei den Krokodilen lagen bei Phytosauriern die Nasenlöcher jedoch auf einem Höcker in der Nähe der Augen, nicht an der Spitze der Schnauze. Außerdem besaßen die Phytosaurier noch nicht den so genannten sekundären Gaumen (einen verlängerten Knochen), der Krokodilen das Atmen durch die Nasenlöcher ermöglicht, wenn ihr Maul mit Wasser oder Nahrung gefüllt ist (möglicherweise übte bei Phytosauriern ein fleischiger Verschluss des Gaumendeckels dieselbe Funktion aus). Phytosaurier hatten einen Panzer aus Hornplatten, die mit Knochen unterlegt waren; dieser Panzer war noch massiver als der von Krokodilen, Teile davon werden häufig als Fossilien entdeckt. Der Panzer erstreckte sich auch über die Kehle, und auf der Unterseite des Körpers befanden sich aus verknöcherter Unterhaut gebildete Bauchrippen (Gastralia). Die Hinterbeine waren etwas länger und stärker entwickelt als die mit kräftigen Krallen bewehrten Vordergliedmaßen, die vermutlich zum Festhalten von Beutetieren dienten. Obwohl Phytosaurier sich auch an Land fortbewegen konnten, waren sie besser an das Leben im Wasser angepasst. Sie bewohnten Flüsse, Seen und Flussdeltas. Die größten Phytosaurier erreichten eine Länge von rund zwölf Metern. Der Name Phytosaurier (griechisch phytos: Pflanze) beruht auf der falschen Interpretation eines Fossilfundes, bei dem man versteinerte Schlammreste im Kiefer für den Zahn eines typischen Pflanzenfressers hielt. Phytosaurier ernährten sich jedoch vorwiegend von Fischen: Manche Arten hatten wie die heute lebenden Gaviale verlängerte, an das Erbeuten von Fischen angepasste Schnauzen. Arten mit kurzen, kräftigen Kiefern erbeuteten auch an Land lebende Reptilien, wie sich am Mageninhalt von Fossilien nachweisen ließ. Phytosaurier werden einer Ordnung ausgestorbener Reptilien zugeordnet, die als Vorfahren der Dinosaurier (und damit auch der Vögel), der Flugsaurier und der Krokodile gelten. Fossilien von Phytosauriern wurden in Amerika, Eurasien, Nordafrika und Madagaskar gefunden. Systematische Einordnung: Phytosaurier bilden die Unterordnung Phytosauria (auch Parasuchia) der Ordnung Thecodontia in der Unterklasse Archosauria der Klasse Reptilia.
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