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UtahEnzyklopädieartikel
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Die Wälder und Nationalparks, Berge, Seen und Flüsse bieten reichlich Gelegenheit zum Campen, Jagen, Fischen, Reiten, Wandern und für Wintersport. Utah besitzt mehrere große Skigebiete, z. B. Sundance Ski Area in Provo, Alta Ski Area in Alta, Snowbird Ski and Summer Resort in Snowbird und Powder Mountain Ski Area in Eden. Beliebte Erholungsgebiete sind auch der Bryce Canyon Nationalpark, der Glen Canyon und der Zion Nationalpark.
Die Verfassung ist seit 1896 in Kraft. An der Spitze der Verwaltung steht der Gouverneur, der vom Volk für vier Jahre gewählt wird und beliebig oft wieder gewählt werden kann. Die Gesetzgebung liegt bei einem Zweikammerparlament, das sich aus Senat und Repräsentantenhaus zusammensetzt. Die 29 Mitglieder des Senats werden für vier, die 75 Mitglieder des Repräsentantenhauses für zwei Jahre gewählt. Auf nationaler Ebene wird Utah durch zwei Senatoren und drei Abgeordnete vertreten. Bei Präsidentschaftswahlen besitzt Utah fünf Wahlmännerstimmen.
Der wichtigste Bodenschatz ist Kupfer. Weitere bedeutende Rohstoffe sind Kohle, Erdöl, Silber, Uran und Erdgas. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttosozialprodukt beträgt 0,60 Prozent. Bedeutung haben der Weizenanbau sowie die Viehzucht. Die Industrie erwirtschaftet etwa 10,37 Prozent des Bruttosozialprodukts. Wichtige Produkte sind Industriemaschinen, Transportmittel, Präzisionsinstrumente, Nahrungsmittel und elektronische Geräte.
Das Gebiet des heutigen Utah wurde bereits seit etwa 9000 v. Chr. von Indianerstämmen bewohnt. Der östliche Landesteil wurde von Ute besiedelt, im Nordwesten ließen sich die Gosiute, im Südwesten die Süd-Paiute und im Südosten die Navajo nieder. Als erster Europäer erreichte Francisco de Coronado 1540 den südlichen Teil Utahs. Spanische Missionare aus Santa Fe gelangten 1776 in Richtung Norden bis zum Utah Lake. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts kamen vor allem Pelzjäger in das Gebiet, ihnen folgten Siedler, die Utah durchquerten, um nach Kalifornien und Oregon zu gelangen.
1847 erreichten die ersten Mormonen, die in Ohio, Missouri und Illinois wegen ihrer religiösen Überzeugung verfolgt wurden, Utah und gründeten Salt Lake City. Die Besiedlung setzte sich fort, und 1852 zählte man in Utah bereits 15 000 Mormonen. Im Frieden von Guadalupe Hidalgo (1848), der den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg beendete, fiel die Region an die Vereinigten Staaten. Zunächst wurden die Regierungsfunktionen von Vertretern der Mormonen wahrgenommen. 1849 wurde der „State of Deseret” gebildet und die Aufnahmen in die Union angestrebt. Der Kongress verweigerte zunächst diese Aufnahme, weil Kirche und Staat nicht durch die Verfassung getrennt waren, kein Recht auf freie Religionsausübung bestand und die Polygamie nicht verboten war. 1850 wurde das Territorium Utah gebildet.
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