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Windows Live® Suchergebnisse Ätolischer BundEnzyklopädieartikel
Ätolischer Bund, Zusammenschluss von Städten in der antiken westgriechischen Landschaft Ätolien (Aitolia), der während der Diadochenzeit nach dem Tod Alexanders des Großen im Zentrum Griechenlands zu einem wichtigen Gegengewicht zur Macht Makedoniens wurde. Gegründet im frühen 4. Jahrhundert v. Chr., gewann er im 3. Jahrhundert v. Chr. an Bedeutung, als er sich gegen den Achaiischen Bund stellte und bald Zentralgriechenland vom Ionischen Meer bis zur Ägäis beherrschte und auch Gebiete der Peloponnes, Thessaliens, Thrakiens und Kleinasiens kontrollierte. 220 v. Chr. kämpfte der Ätolische Bund gegen den jungen Philipp V. von Makedonien. Nachdem er von diesem bezwungen worden war, verbündeten sich die Ätolier mit den Römern, die ebenfalls gegen Philipp kämpften. Gemeinsam besiegten sie Philipp 197 v. Chr. bei Kynoskephalai. Da die Ätolier ihre Besitztümer von den siegreichen Verbündeten nicht zurückerhielten, stellten sie sich danach zusammen mit Antiochos III. von Syrien gegen Rom. Als dieser 189 v. Chr. seinerseits von den Römern besiegt wurde, kapitulierten auch die Ätolier. Im Jahre 167 v. Chr. wurde der Bund offiziell aufgelöst und blieb danach lediglich als kulturelle Gemeinschaft innerhalb der Provinz Achaia weiter bestehen.
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