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Windows Live® Suchergebnisse Alfons X. (von Kastilien und León)Enzyklopädieartikel
Alfons X. (von Kastilien und León), der Weise (1221-1284), König von León und Kastilien (1252-1282), Sohn und Nachfolger Ferdinands III. Die Regierungszeit Alfons X. war geprägt von Kämpfen gegen die Mauren und von Auseinandersetzungen mit dem Adel. Außerdem strebte er die Herrschaft im Heiligen Römischen Reich an. 1257 war er als Enkel Philipps von Schwaben zum römisch-deutschen König gewählt worden, kam jedoch nie nach Deutschland, wurde nie vom Papst anerkannt und übte – ebenso wie der Gegenkönig Richard von Cornwall – im Reich auch nie die Herrschaft aus (siehe Interregnum). Dennoch gab er seinen Anspruch auf das Reich niemals auf. Seine Versuche, das staufische Erbe in Italien in seinen Besitz zu bringen, schlugen ebenfalls fehl. Seine Misserfolge in Deutschland und Italien führten zu einem Machtverlust im Inneren, und in der Folge wurde Alfons 1282 von seinem Sohn Sancho IV. abgesetzt. Seinen Beinamen „der Weise” erhielt Alfons als bedeutendster Förderer der Künste und Wissenschaften seiner Zeit. Er war selbst Dichter, gab eine Übersetzung des Alten Testaments in das Kastilische in Auftrag, ließ eine Geschichte Spaniens und eine Weltgeschichte verfassen, und auf seine Veranlassung hin wurden 1272 die so genannten Alfonsinischen Tafeln zur Berechnung der Planeten erstellt. Außerdem ließ er die Siete Partidos herausgeben, eine umfangreiche Gesetzessammlung, die auf dem römischen Recht basierte.
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