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    John Quincy Adams (* 11. Juli 1767 in Braintree, Norfolk County, Massachusetts; † 23. Februar 1848 in Washington D.C.) war amerikanischer Politiker, 6. Präsident der Vereinigten ...

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John Quincy Adams

Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
1

Einleitung

John Quincy Adams (1767-1848), sechster Präsident der Vereinigten Staaten (1825-1829) und Außenminister (1817-1825). Er trug maßgeblich zur Formulierung der amerikanischen Außenpolitik bei. Adams, acht Legislaturperioden lang als Abgeordneter im Repräsentantenhaus vertreten (1831-1848), war ein führender Verfechter der Redefreiheit und der Gesetze zur Abschaffung der Sklaverei.

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Die Anfänge

Adams wurde am 11. Juli 1767 als erster Sohn von John Adams in Braintree (heute Quincy, Massachusetts, USA) geboren. Bereits als Zwölfjähriger begleitete er seinen Vater nach Europa. Von 1781 bis 1783 war er Dolmetscher bei Francis Dana, dem amerikanischen Gesandten in Russland, und 1783, zur Zeit der Friedensverhandlungen, die den Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg beendeten, war er als Sekretär seines Vaters tätig. Er studierte am Harvard College und eröffnete nach Abschluss seines Studiums eine Rechtsanwaltskanzlei in Boston.

Seine unter dem Titel Publicola zusammengefassten Essays, in denen er Thomas Paines Werk The Rights of Man scharf kritisierte, brachten ihm schon früh politische Anerkennung ein. 1793 ernannte ihn Präsident George Washington zum Gesandten in den Niederlanden und schickte ihn dann nach London, um dort John Jay bei den Verhandlungen mit den Briten zu unterstützen, aus denen dann der so genannte Jay-Vertrag hervorging. 1797 wurde Adams Gesandter in Russland, wo er ein Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten und Russland abschloss, in das auch die Neutralitätsklausel des Jay-Vertrags aufgenommen wurde.

1801 wurde Adams in den Senat von Massachusetts und zwei Jahre später in den US-Senat gewählt. Obwohl Adams den Föderalisten angehörte, verfolgte er dennoch einen unabhängigen Kurs. Sein Engagement für den Kauf von Louisiana und für die von Präsident Thomas Jefferson verfolgte Politik der Handelssperre führte zum Bruch mit seiner Partei und seinem Rücktritt im Jahre 1808. Im darauf folgenden Jahr sandte Präsident James Madison Adams nach Russland, wo er sehr viel für das positive Verhältnis Alexanders I. gegenüber den Vereinigten Staaten tat. Als einer der Unterhändler in Gent, wo um die Beendigung des Britisch-Amerikanischen Krieges von 1812 verhandelt wurde, stieß Adams auf äußert unnachgiebige britische Verhandlungspartner, so dass er schließlich einem Friedensvertrag zustimmen musste (1814), der hinter den Erwartungen der USA zurückblieb. 1815 wurde Adams Gesandter in Großbritannien und trug dort maßgeblich zur Entspannung der noch durch den Krieg belasteten Beziehungen zwischen den beiden Staaten bei.

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Außenminister

1817 holte ihn Präsident James Monroe als Außenminister in sein Kabinett – dank ihrer Übereinstimmung in Fragen der Außenpolitik der Beginn einer langen und harmonischen Zusammenarbeit. Beide waren Expansionspolitiker, und beide wollten für ihr Land einen Kurs, der sich von dem der europäischen Mächte abhob. Monroe übte starken Einfluss auf die Außenpolitik aus, verließ sich trotzdem sehr auf den Rat und das Verhandlungsgeschick seines Außenministers. Mit Monroes Unterstützung zwang Adams Spanien zur Abtretung Floridas an die Vereinigten Staaten und zu einer günstigen Einigung über den Verlauf der Grenze Louisianas in dem 1819 ausgearbeiteten Transcontinental Treaty. Seine langwierigen Verhandlungen mit Frankreich über noch ungeregelte Angelegenheiten zwischen den beiden Ländern verliefen allerdings weniger erfolgreich. Der 1822 abgeschlossene Vertrag sah nur eine allmähliche Senkung der Strafzölle vor, ließ aber andere Fragen offen. Auch seine Bemühungen, Großbritannien dazu zu bewegen, den Handel mit den Westindischen Inseln auch für amerikanische Schiffe freizugeben, scheiterten.

Monroes Bedenken, die europäischen Mächte könnten zur Unterdrückung der Revolutionen in Südamerika eingreifen, um dort Spaniens Vorherrschaft wieder herzustellen, teilte Adams nicht. Er war jedoch besorgt wegen der Expansion Russlands an der Westküste Nordamerikas und begrüßte daher Monroes Entscheidung, in seiner alljährlichen Ansprache im Dezember 1823 eine Erklärung (bekannt als Monroedoktrin) abzugeben, in der er deutlich machte, dass Amerika die Einmischung Europas in Angelegenheiten des amerikanischen Kontinents nicht dulden werde. Auf Vorschlag Adams’ fügte Monroe dieser Erklärung noch hinzu, dass die Vereinigten Staaten eine weitere Kolonialisierung durch die europäischen Mächte in der westlichen Hemisphäre für ausgeschlossen hielten. Daraufhin erhielt Adams von Russland die Zusicherung, nicht weiter als bis 54°40’ nördlicher Breite vorzudringen; die Briten weigerten sich jedoch, ihr Gebiet am Columbia River zu räumen.

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Präsidentschaft

1824 war Adams einer der vier Konkurrenten um das Amt des Präsidenten. Keiner der vier Kandidaten konnte sich jedoch im Wahlmännergremium eine Mehrheit sichern: Adams lag mit 84 Stimmen (alle aus Neuengland) hinter Andrew Jackson (99 Stimmen), aber noch deutlich vor William H. Crawford und Henry Clay. Nachdem jedoch Clay seine Stimmen an ihn abtrat, trug Adams den Sieg davon. Als Adams dann Clay als Außenminister in sein Kabinett berief, wurde der (wahrscheinlich ungerechtfertigte) Vorwurf eines „faulen Handels” laut, d. h., Clay wurde beschuldigt, sich das Amt mit seinen Stimmen erkauft zu haben.

Adams’ Zeit als Präsident war durch die ständige Opposition der Anhänger Jacksons und Crawfords im Kongress getrübt, die letztendlich auch Adams’ innenpolitisches Programm vereitelten. Seine Vorschläge, ein Innenministerium einzurichten, wurden abgeschlagen, und erst nach einer erbitterten Debatte erhielt er schließlich die Zustimmung, Delegierte zu dem Kongress der Amerikanischen Nationen in Panamá zu entsenden (1826). In der Wahl des Jahres 1828 verlor Adams, angeprangert als Aristokrat, der Sonderinteressen verfolgte, haushoch gegen Jackson (178 zu 83 Stimmen).

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