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Windows Live® Suchergebnisse WalnussgewächseEnzyklopädieartikel
Walnussgewächse, kleine Familie mit etwa 60 Baumarten, die in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel sowie den Tropen Amerikas und Asiens verbreitet sind. Walnussgewächse sind wegen ihrer essbaren, ölhaltigen Samen und als Holzproduzenten von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Walnussgewächse tragen gefiederte, zusammengesetzte Blätter. Die unauffälligen, getrenntgeschlechtigen Blüten stehen in Blütenständen. Die männlichen Blüten bilden hängende Kätzchen, die weiblichen Blüten sind in aufrechten Ähren angeordnet. Die Früchte haben eine dicke Außenschale, eine holzige Innenschale sowie einen fetthaltigen Samen. Knospen, Früchte und die Unterseiten der Blätter sind mit kleinen, gelblichen Schuppen bedeckt. Eine der wichtigsten Gattungen dieser Familie ist die Walnuss; dazu gehört der von Südosteuropa bis China beheimatete, bis zu etwa 20 Meter hohe Walnussbaum, der auch als Echte Walnuss bezeichnet wird. In Mitteleuropa wird er vereinzelt in Gärten und auf Weideland angepflanzt; in anderen Regionen, u. a. in Kalifornien, wird er in großem Umfang zur Gewinnung von Nüssen kultiviert. Walnüsse haben aufgrund ihres Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren einen positiven Effekt auf den menschlichen Stoffwechsel und insbesondere eine cholesterinsenkende Wirkung. Die Weltproduktion an Walnüssen belief sich 2006 auf 1,7 Millionen Tonnen, die wichtigsten Erzeugerländer waren China (499 000 Tonnen), die USA (308 000 Tonnen) und der Iran (150 000 Tonnen). Das Kuratorium Baum des Jahres wählte den Walnussbaum als „typischen Hausbaum”, der in Deutschland im Rückgang begriffen sei, zum „Baum des Jahres 2008” und regte Neuanpflanzungen aus selbst gezogenen Bäumen an. Neben Ostasien ist der Osten Nordamerikas ein Verbreitungsschwerpunkt von Walnussgewächsen. Walnussgewächse sind wichtige Komponenten der nordamerikanischen Laubwälder, heute jedoch durch Abholzung in ihrem Bestand reduziert. Hier ist u. a. die Schwarznuss beheimatet; sie ist vor allem wegen ihres Holzes von Bedeutung, das u. a. als Möbelholz verwendet wird. Ihre Früchte sind zwar wohlschmeckend, die dicke, harte Schale lässt sich jedoch nur schwer öffnen. Zu den in Nordamerika beheimateten Walnussgewächsen gehören auch der Butternussbaum sowie Hickoryarten wie die Pekannuss. Systematische Einordnung: Walnussgewächse bilden die Familie Juglandaceae. Die Gattung Walnuss heißt botanisch Juglans. Der botanische Name Der Echten Walnuss lautet Juglans regia, die Schwarznuss wird als Juglans nigra bezeichnet.
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