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Windows Live® Suchergebnisse Charles GounodEnzyklopädieartikel
Charles Gounod (1818-1893), französischer Komponist, komponierte vor allem Opern und geistliche Musik. Er wurde in Paris geboren und studierte zunächst bei Anton Reicha, später am Pariser Conservatoire bei Jacques François Halévy. 1839 erhielt er den Großen Rompreis, der ihm ein Studium in Italien ermöglichte, wo er sich auf die Werke früher Komponisten geistlicher Musik konzentrierte. Im Anschluss daran war er Organist in Paris und ging auf das Priesterseminar, gab dieses Studium jedoch auf, nachdem seine erste Oper Sapho 1851 uraufgeführt wurde. Sein erster großer Erfolg war die Oper Le médecin malgré lui (1858), der die gleichnamige Komödie des französischen Schriftstellers Molière zugrunde liegt. Seinen größten Erfolg hatte er mit der Oper Faust (1859, deutsch Margarethe) nach dem Theaterstück von Johann Wolfgang von Goethe. Zu seinen wichtigsten Bühnenwerken zählen Mireille (1864) und Roméo et Juliette (1867). Neben den Opern schrieb Gounod eine große Zahl von Oratorien, Messen, Motetten und Hymnen. Eines seiner bekanntesten Werke ist seine Méditation über das erste C-Dur-Präludium aus dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach mit einem Ave-Maria-Text. Zu seinen Schriften zählt u. a. Mémoires d’un artiste (1896, Aufzeichnungen eines Künstlers, posthum veröffentlicht).
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