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Windows Live® Suchergebnisse RosenkranzEnzyklopädieartikel
Rosenkranz (Rosarium), Perlenkette oder Schnur mit Knoten, die dazu dient, Gebete zu zählen. Der Begriff wird auch für die Gebete selbst verwendet. Gebetsketten gibt es in vielen Religionen: im Buddhismus, im Hinduismus, im Islam und im Christentum. Im Christentum wird er insbesondere in der katholischen, aber auch von Mönchen in der orthodoxen Kirche, sowie in einigen anglikanischen Kirchen gebetet. Der Rosenkranz der Katholiken besteht aus einer Kette mit 6 größeren und 53 kleineren Perlen sowie ein an der Kette hängendem Kreuz. Er wird zu Ehren Marias gebetet, wobei jedes Gebet symbolisch als „Kranz geistlicher Rosen” aufgefasst wird. Bei den größeren Perlen wird das Vaterunser gebetet, bei den kleineren das Ave Maria und zwischen den Zehnern die Lobpreisung Ehre-sei-dem-Vater. Beim Aufsagen der Gebete meditiert der Betende über verschiedene Ereignisse aus dem Leben Jesu und Marias, den so genannten Geheimnissen des Rosenkranzes. Nach einer Legende wird die Entstehung des Rosenkranzes dem heiligen Dominikus, einem spanischen Theologen des frühen 13. Jahrhunderts, zugeschrieben. Im Islam besteht die Gebetskette aus 33 oder 99 Bernsteinperlen. In Gebeten werden die im Koran genannten 99 schönsten Namen Allahs angerufen. Die Gebetsketten der Hindus und Buddhisten bestehen aus 108 Perlen (bei den Zen-Buddhisten in Japan sind es 112). Im Buddhismus stehen die 108 Perlen für die 108 Sünden oder Fehler der Menschen. Auch im Jainismus wird ein Rosenkranz verwendet; er hat 150 Perlen.
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