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    Der Name Karolinger, abgeleitet von dem fränkischen Hausmeier Karl Martell, bezeichnet ein Herrschergeschlecht der Franken.

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    Karolinger STAMMTAFEL im Anhang Band IX des Lexikons des Mittelalters Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 1008 ***** KAROLINGER

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Karolinger

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Krönung Ludwigs des FrommenKrönung Ludwigs des Frommen

Karolinger, fränkisches Hochadelsgeschlecht, das vom 7. bis zum 10. Jahrhundert n. Chr. Teile Westeuropas beherrschte; Namensgeber der Dynastie war ihr bedeutendster Vertreter, Karl der Große. Der Aufstieg der Karolinger begann mit Pippin dem Älteren, einem mächtigen austrasischen Adligen, der Chlothar II., dem merowingischen König der Franken, als Hausmeier für Austrasien diente. Pippins Enkel, Pippin der Mittlere, begründete als Hausmeier die Herrschaft der Karolinger im Fränkischen Reich; er war ab 687 der eigentliche Herrscher im gesamten Reich, obwohl die Merowinger nominell noch die königliche Gewalt ausübten. Pippin dem Mittleren folgten als Hausmeier sein unehelicher Sohn Karl Martell und dann, 741, dessen beide Söhne Karlmann und Pippin der Jüngere. Karlmann dankte 747 ab, Pippin der Jüngere setzte 751 den letzten Merowingerkönig ab, wurde zum König der Franken gewählt und, als erster Frankenkönig, durch die Salbung auch kirchlich legitimiert. Mit Pippin dem Jüngeren begann das karolingische Königtum.

Pippin der Jüngere teilte das Reich unter seinen beiden Söhnen Karlmann und Karl dem Großen auf. Nach dem Tode Karlmanns 771 war Karl der Große alleiniger Herrscher im Frankenreich. Er konnte das Reich stark vergrößern; es umfasste schließlich in etwa das heutige Frankreich, Deutschland, Österreich, die Schweiz, die Niederlande und Norditalien. Am 25. Dezember 800 wurde Karl der Große vom Papst zum ersten Kaiser des erneuerten Weströmischen Reiches gekrönt. Er machte seinen Hof zu einem Zentrum der Kunst und der Wissenschaften und gab damit den Anstoß zur karolingischen Renaissance, der Neubelebung der geistigen Kräfte unter Rückbesinnung auf die Antike, die ihren Ausdruck auch in der romanischen Kunst und Architektur fand. Nach Karls Tod erbte Ludwig I., der Fromme das Reich. Nach dessen Tod wurde das Frankenreich unter seinen drei noch lebenden Söhnen aufgeteilt, die gegeneinander um den Kaisertitel kämpften und 843 das Reich im Vertrag von Verdun formell aufteilten. Danach ging die Macht der Karolinger in den einzelnen Reichsteilen kontinuierlich zurück. Im östlichen Reichsteil, dem späteren Heiligen Römischen Reich, herrschten die Karolinger bis 911; dann traten zuerst Konrad I., 918 schließlich die sächsischen Ottonen an ihre Stelle. Im westlichen Reichsteil, dem späteren Frankreich, blieben die Karolinger bis 987 an der Macht und wurden dann von den Kapetingern abgelöst, und in Italien herrschten die Karolinger bis 875.

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