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Daniel Ortega

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Daniel Ortega SaavedraDaniel Ortega Saavedra

Daniel Ortega (*1945), Präsident von Nicaragua (1984-1990 und seit 2007).

Daniel Ortega wurde am 11. November 1945 in La Libertad geboren. Er studierte Jura in Managua, brach jedoch 1963 sein Studium ab und schloss sich der Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront (Frente Sandinista de Liberacíon Nacional, FSLN) an. 1967 stand er an der Spitze der Stadtguerilla der FSLN gegen die Diktatur des Präsidenten Anastasio Somoza Debayle. Von 1967 bis 1974 war Ortega wegen Beteiligung an einem Bankraub in Haft, anschließend ging er ins Exil nach Kuba. Zwei Jahre später kehrte er nach Nicaragua zurück und wurde wieder in der FSLN aktiv.

Als Präsident Anastasio Somoza Debayle im Juli 1979 durch die Sandinisten gestürzt worden war, übernahm die „Junta des nationalen Wiederaufbaus” mit Ortega an der Spitze die Regierung. Die sandinistische Junta stand der nahezu unlösbaren Aufgabe gegenüber, ein Land wiederaufzubauen, das durch die jahrzehntelange Diktatur des Somoza-Clans wirtschaftlich zugrunde gerichtet worden war. Ortega bat das Ausland um Wirtschaftshilfe für den Wiederaufbau Nicaraguas, achtete jedoch darauf, dass dabei weder der neutrale Status des Landes noch die heimische Wirtschaft gefährdet wurden, und suchte deshalb vor allem in den Ländern Lateinamerikas und Westeuropas um Kredite nach. Im November 1984 wurde Ortega mit großer Mehrheit zum Präsidenten gewählt.

Als Ronald Reagan 1981 Präsident der Vereinigten Staaten wurde, ersetzten die USA schlagartig ihre Politik der Wirtschaftshilfe durch eine Politik des Wirtschaftsboykotts, verbunden mit militärischem und diplomatischem Druck. Diese Politik schloss von Seiten der USA auch die Unterstützung der antisandinistischen bewaffneten Bewegung, der Contras, ein. Die Auseinandersetzungen zwischen Sandinisten und Contras nahmen bürgerkriegsähnliche Ausmaße an, bis beide Seiten 1988 ein Friedensabkommen schlossen und sich auf freie Wahlen unter internationaler Aufsicht für Anfang 1990 einigten.

Bei diesen Wahlen, die im Februar 1990 stattfanden, setzte sich das konservative Parteienbündnis Unión Nacional Opositora und dessen Präsidentschaftskandidatin Violeta Barrios de Chamorro gegen die FSLN und Ortega durch, die nun die Regierung an die bisherige Opposition abgeben mussten. Bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober 1996 unterlag Ortega erneut, diesmal Arnoldo Alemán von dem rechtsliberalen Parteienbündnis Alianza Liberal (AL). Die dritte Niederlage in Folge erlebte Ortega bei den Präsidentschaftswahlen im November 2001, aus denen wieder ein Kandidat der AL, Enrique Bolaños, als Sieger hervorging. Sein vierter Versuch, an die Macht zurückzukehren, gelang dagegen: Im November 2006 setzte er sich bei den Präsidentschaftswahlen gegen den Bewerber der AL, Eduardo Montealegre, durch, und seine Partei, die FSLN, wurde bei den gleichzeitig abgehaltenen Parlamentswahlen nach Jahren in der Opposition wieder stärkste Kraft. Im Januar 2007 löste er Bolaños im Präsidentenamt ab.

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