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BeninEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Früher bedeckte dichter tropischer Regenwald einen großen Teil des Landes unmittelbar hinter der Küstennehrung. Die Entwaldungsrate ist überdurchschnittlich hoch, heute ist nur noch etwa ein Drittel des Landes bewaldet, und Palmen sind die am weitesten verbreiteten Bäume. Im trockeneren Norden herrscht Grasland vor. Zur Fauna der großen Wirbeltiere gehören Büffel, Antilopen, Leoparden, Affen und Krokodile. Etwa 7 Prozent der Landfläche wurden als Nationalparks ausgewiesen; allerdings richten Wilderer immer noch große Schäden an.
Die Einwohnerzahl Benins beträgt etwa 8,29 Millionen (2008). Die Bevölkerung wächst pro Jahr um 2,62 Prozent. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei 75 Einwohnern pro Quadratkilometer. Allerdings ist sie im Süden, wo über drei Viertel der Landesbevölkerung leben, mehr als dreimal so hoch. Etwa 46 Prozent der Menschen leben in Städten (2005). Die Fon und die eng verwandten Adja machen zusammen etwa 59 Prozent der Bevölkerung aus. Sie sind die größten ethnischen Gruppen im Süden. Im Norden sind die Bariba und die Somba die größten Gruppen (zusammen etwa 14 Prozent). Die Yoruba sind im Südosten am stärksten vertreten (etwa 9 Prozent). Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 53,9 Jahre (2008).
Die größten Städte sind Cotonou (828 000 Einwohner), Wirtschaftszentrum und wichtigste Hafenstadt, Porto-Novo (238 000 Einwohner), Parakou (145 000), Djougou (132 000), Abomey (60 000) und Natitingou (50 800).
Die Amtssprache Benins ist Französisch, aber die meisten Bewohner sprechen afrikanische Sprachen. Die Adja-Fon-Sprachengruppe (u. a. mit den Sprachen Fon, Adja, Houéda, Popo, Mahi, Mina und Goun) ist im Süden und in der Mitte des Landes vorherrschend. Auch Yoruba wird hier viel gesprochen, während Bariba und Haussa im Norden dominieren. Etwa 60 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zu traditionellen afrikanischen Glaubensvorstellungen. Dem Islam gehören ungefähr 15 Prozent der Einwohner an, von denen die meisten im Norden wohnen. Zum Christentum, insbesondere zum römisch-katholischen Glauben, bekennen sich 20 Prozent, von ihnen leben die meisten im Süden des Landes.
In Benin feiert man am 1. Januar den Beginn des neuen Jahres. Ostermontag ist offizieller Feiertag. Der Tag der Arbeit wird wie international üblich am 1. Mai begangen, und am 1. August feiert Benin den Tag, an dem das Land 1960 von Frankreich in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Weitere Feiertage sind der „Nationalfeiertag” (30. November) und Weihnachten (25. Dezember). Die beiden wichtigsten islamischen Feiertage, die nach dem Mondkalender berechnet werden und somit von Jahr zu Jahr auf einen anderen Tag fallen, sind Odun Idi und Odun Lea. Odun Idi ist ein Fest, das am Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert wird. Odun Lea, das islamische Opferfest, erinnert an Abrahams Bereitschaft, den eigenen Sohn nach dem Willen Allahs zu opfern. Neben diesen Feiertagen werden in ländlichen Gebieten das ganze Jahr hindurch viele andere Festlichkeiten begangen.
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