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Fichtelgebirge

Enzyklopädieartikel

Fichtelgebirge, Mittelgebirge im Nordosten Bayerns, im Regierungsbezirk Oberfranken. Im Südosten grenzt das Fichtelgebirge an den Oberpfälzer Wald, im Nordosten an das Erzgebirge, im Norden an das Vogtland, im Nordwesten an den Frankenwald.

Das Fichtelgebirge, dessen Höhenzüge dicht bewaldet sind, besteht aus einer alten, stark abgetragenen Rumpfscholle, die überwiegend aus Graniten und Gneisen aufgebaut ist. Der höchste Berg ist der Schneeberg (1 051 Meter). Im Fichtelgebirge entspringen mehrere Flüsse, darunter Eger, Saale, Weißer Main (ein Quellfluss des Main) sowie Fichtel- und Haidenaab (zwei Quellflüsse der Naab). Auf einem Sattel zwischen Schneeberg und Ochsenkopf erstreckt sich das Naturschutzgebiet Fichtelseehochmoor. Der Fichtelsee ist ein künstlich angelegter See, der aus bergbaulichen Gründen aufgestaut wurde.

Nachdem zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert in der Region verschiedene Metalle abgebaut worden waren, besonders Zinn, Gold, Silber, Blei und Eisen, spielt heute nur noch der Abbau von Uran eine nennenswerte Rolle. Wegen des niederschlagsreichen Klimas beschränkt sich die Landwirtschaft überwiegend auf den Anbau von Getreide und Kartoffeln. Im produzierenden Gewerbe dominieren die Herstellung von Glas- und Porzellan, die Verarbeitung von Natursteinen sowie die Textilindustrie. Ganzjährig von herausragender Bedeutung ist der Fremdenverkehr. Der 1 028 Quadratkilometer große Naturpark Fichtelgebirge umfasst neben dem Mittelgebirge auch dessen Vorland. Am östlichen Rand des Fichtelgebirges verläuft die Porzellanstraße. Wirtschaftliche Zentren des Mittelgebirges sind Marktredwitz und die Kreisstadt Wunsiedel, der Geburtsort des Schriftstellers Jean Paul.

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