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  • Chassidismus – Wikipedia

    Chassidismus kommt von dem hebräischen Wort חסידים / Chassidim, „Fromme“ und bezeichnet verschiedene voneinander unabhängige Bewegungen im Judentum.

  • Buber.de

    Informationsangebot zu Martin Buber und Themen der christlich-jüdischen Verständigung ... Auszüge aus den Erzählungen der Chassidim Nähe. Ein Schüler fragte den Baalschem:

  • Mosbach - Von Cheder, Chuzpe und Chassidim - Vortrag mit Annedore E ...

    Vortrag mit der Judaistin Annedore E. Gispert aus Anlass des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht am Dienstag, 16. September um 20.00 Uhr im Rathaussaal.

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Chassidim

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Artikelgliederung
1

Einleitung

Chassidim (auch Hasidim; hebräisch: Fromme, Rechtschaffene), in der jüdischen Geschichte des Altertums Bezeichnung für fromme Menschen. In Teilen des Buches der Makkabäer und im Talmud bezieht sich der Begriff auf diejenigen, die sich durch strenge Befolgung des jüdischen Gesetzes wie auch durch gute Werke auszeichneten. Die Chassidim schlossen sich den Makkabäern im Kampf gegen die Hellenisierungsbestrebungen des Königs Antiochos IV. von Syrien an und gingen lieber in den Tod, als das jüdische Gesetz zu übertreten.

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Moderner Chassidismus

Der Name Chassidismus bezeichnet eine mystische Richtung des Judentums, die etwa um die Mitte des 18. Jahrhunderts von Israel ben Eliezer (genannt Baal Schem Tov) gegründet wurde. Dieser widersetzte sich dem strengen Formalismus der jüdischen Glaubenspraxis und betonte das Vertrauen auf Gott. Schon bald schlossen sich ihm viele Anhänger an, vor allem Arme, auf die der Chassidismus eine besondere Anziehung ausübte.

Die Nachfolger Baal Schem Tovs waren Dov Baer von Mezricz, bekannt als der große Prediger, Levi Isaac von Berditchev und Shneur Zalman von Ladi. Obwohl Baal Schem Tov seine Lehren nicht niedergeschrieben hat, ist ein Teil durch seine Nachfolger überliefert worden. Diese Schriften sind Kedushat Levi (1798) von Levi Isaac und Tanya (1796) von Shneur Zalman.

Einige rabbinische Führer und die nichtchassidischen jüdischen Gemeinschaften widersetzten sich den abtrünnigen Chassidim. Einer der großen rabbinischen Gelehrten, Elijah ben Solomon von Vilna, erließ im Jahre 1772 einen Exkommunizierungsbann gegen die Chassidim, was jedoch das schnelle Anwachsen der Gruppe nicht aufhalten konnte.

Eine zentrale Bedeutung hat bei den Chassidim ihr Führer, der Zaddik (der Gerechte), der als Mittler zwischen den Chassidim und Gott sowie als Weiser und Ratgeber verehrt wurde. Einigen der Zaddikim wurde nachgesagt, dass sie Wunder vollbringen konnten. Charakteristisch für die Gruppe waren ihre Gebetsgottesdienste sowie ihre Bevorzugung einer gefühlsbetonten Frömmigkeit anstelle des streng disziplinierten Studiums und Rituals. Ihre Mahlzeiten wurden zum Teil von Gesang und Tänzen begleitet. Gelegentlich wurden auch Frauen als Leiter ihrer Gemeinschaften gewählt, wie z. B. Adel (geboren um 1720), Tochter des Baal Schem Tov, und Hannah Rahel, bekannt als Jungfrau von Ludomir.

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Lehren

Die Lehren der Chassidim gehen in erster Linie auf den Talmud und den mittelalterlichen jüdischen Mystizismus zurück. An erster Stelle steht die Liebe zu Gott. Gott ist überall, auch im Bösen, und der Mensch muss danach streben, das Böse in Güte umzuwandeln. Gebete, Studien, Kontemplation und gute Taten führen zur Erkenntnis des Göttlichen. Ein Chassidim soll aus Liebe zu Gott und für die Menschheit handeln und für die gesamte Schöpfung beten.

Während des Holocaust wurden viele Chassidim ermordet. Die Gesamtzahl der Chassidim wird gegenwärtig weltweit auf etwa 250 000 geschätzt. Sie sind überwiegend in Israel und den Vereinigten Staaten vertreten. Die Männer verbringen einen Großteil ihrer Zeit mit Gebeten, mit dem Studium heiliger Schriften, deren Autoren zumeist auch Chassidim sind, sowie mit Erzählungen von heiligen Chassidim. Sie sprechen Segnungen aus, halten den Sabbat und die vorgeschriebenen Gesetze des rabbinischen Judentums genauestens ein und erziehen die Jugend zu Gehorsamkeit gegenüber den Älteren. Die Männer kleiden sich schwarz, tragen lange Bärte und Backenbärte und halten ihren Kopf ständig mit Käppchen oder breitkrempigen Hüten bedeckt. Die Frauen tragen bescheidene Kleidung mit langen Röcken und langen Ärmeln. Verheiratete Frauen bedecken ihr Haar mit Perücken oder Tüchern. Die Lehren der Chassidim haben sowohl im Leben der Juden als auch in der zeitgenössischen Theologie und Philosophie einen nachhaltigen Einfluss hinterlassen, wobei Letzteres in erster Linie auf das Werk des jüdischen Philosophen Martin Buber zurückzuführen ist.

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