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Patagonien

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Patagonien: BildergaleriePatagonien: Bildergalerie

Patagonien, südlichste Großlandschaft in Südamerika, im Süden Argentiniens und Chiles, südlich des Río Colorado.

Die rund 800 000 Quadratkilometer große Region verfügt über ein kühles und trockenes Klima. Sie lässt sich in zwei unterschiedliche Großlandschaften gliedern. Das etwa 650 000 Quadratkilometer einnehmende Ost-Patagonien besteht aus einer regenarmen Tafel- und Schichtstufenlandschaft, die von Gras- und Strauchsteppen bedeckt wird und in Geländestufen von etwa 1 500 Metern Höhe bis zum Tiefland am Atlantischen Ozean abfällt. Ost-Patagonien umfasst die argentinischen Provinzen Neuquén, Río Negro, Chubut und Santa Cruz. Das schmale West-Patagonien nimmt den Bereich der Anden (Patagonische Kordilleren; bis 4 058 Meter) südlich des 38. Breitengrades ein. Ost- und West-Patagonien setzen sich geologisch auf dem Feuerlandarchipel fort.

Im Steppenhochland der relativ dünn besiedelten Region wird vorwiegend Viehzucht, vor allem Schafzucht, betrieben. In den Talauen der Flüsse Río Negro, Chubut und Deseado werden im Rahmen künstlicher Bewässerung Wein, Obst und Futterpflanzen angebaut. An der Atlantikküste wird Erdöl gewonnen.

Die indianische Bevölkerung Patagoniens, die Patagonier, sind fast ausgestorben. Zu den von der Jagd und vom Fischfang lebenden Stämmen gehören die Tehuelche auf dem Festland, sowie die Ona, die Yahgan und die Alakaluf auf Feuerland.

1520 landete der Portugiese Fernão de Magalhães an der Küste Patagoniens, das aber erst nach 1880 von Spaniern besiedelt wurde. 1902 wurde Patagonien zwischen Argentinien und Chile aufgeteilt.

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