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Windows Live® Suchergebnisse DysprosiumEnzyklopädieartikel
Dysprosium, Symbol Dy, Seltenerdmetall, das folglich in der Lanthanoidenreihe des Periodensystems steht. Das Element mit der Ordnungszahl 66 wurde 1886 von Paul Émile Lecoq de Boisbaudran entdeckt. Dieser konnte eine der Dysprosiumverbindungen Yttererde isolieren. Diese Mischung enthält vor allem das Oxid des Elements Holmium. Gemäß der Häufigkeitsrangfolge der Elemente in der Erdkruste steht Dysprosium an 42. Stelle. In der Natur kommt das Metall in Form von Verbindungen in den Mineralien Gadolinit, Xenotim, Euxenit und Fergusonit vor. Hauptfundorte sind beispielsweise Norwegen, Vereinigte Staaten, Brasilien, Indien und Australien. Die Dysprosiumsalze sind entweder gelb oder gelbgrün gefärbt. Zu den wichtigsten zählen u. a. ein Chlorid (DyCl3), ein Nitrat (Dy(NO)3 · 5H2O) und ein Sulfat (Dy2(SO)4 · 8H2O). Die Salze haben eine extrem hohe magnetische Suszeptibilität (Magnetisierbarkeit; siehe Magnetismus) und werden auf Grund dieser Eigenschaften in magnetischen Legierungen eingesetzt. Das Element kommt häufig in Form des weißen Oxids (Dy2O3) in der Natur vor und tritt meist gemeinsam mit den Seltenerdmetallen Erbium und Holmium auf. Das weiße Oxid wird zuweilen dem Material für die Steuerstäbe in den Kernreaktoren zugesetzt (siehe Kernenergie). Dysprosium schmilzt bei rund 1 412 °C und siedet bei etwa 2 567 °C. Seine relative Dichte ist 8,55, und seine Atommasse beträgt 162,50 u.
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