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TaiwanEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Taiwans Klima ist im Süden tropisch, ansonsten subtropisch und steht unter dem Einfluss des Monsuns. Der überwiegende Teil der Niederschläge fällt zur Zeit des Südwestmonsuns im Sommer, während der winterliche Nordostmonsun trockenere Bedingungen hervorruft. Die Jahresniederschläge liegen im Norden um 3 000 Millimeter, im Süden zwischen 1 500 und 2 000 Millimeter. Die mittleren Temperaturen liegen im Sommer bei 28 °C, im Januar bei 18 °C. Zwischen Juni und Oktober kommt es häufig zu Taifunen.
In Taiwan gedeihen etwa 3 800 Pflanzenarten. In den niedrigen Regionen bis zu einer Höhe von etwa 2 000 Metern überwiegen tropische und subtropische Wälder. Laubbäume und Koniferen wachsen in den Gebieten zwischen 2 000 und 3 000 Metern. Oberhalb dieser Grenze sind ausschließlich Koniferenwälder anzutreffen. Wälder nehmen mehr als die Hälfte der Inselfläche ein. Zur reichen Fauna gehören 63 Säugetierarten, u. a. Kragenbären, Formosa-Makaken, Seraue (Waldziegenantilopen) und Sikahirsche. Auf der Insel sind auch 445 Vogelarten, darunter mehrere Endemiten wie Swinhoe-Fasan, Mikadofasan und die Formosa-Schweifkitta (eine Elsternart), sowie 80 Reptilien-, 31 Amphibien- und mehr als 400 Schmetterlingsarten heimisch.
Taiwan hat etwa 22,92 Millionen Einwohner (2008), was einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 711 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Die große Mehrheit lebt in der Küstenebene auf der Westseite der Insel. 75 Prozent der Bevölkerung wohnen in Städten. Die Bevölkerung besteht aus drei Hauptgruppen: Die Taiwanesen stellen etwa 84 Prozent und stammen von Chinesen ab, die im 18. und 19. Jahrhundert aus den Provinzen Fujian und Guangdong auswanderten. Die Chinesen (etwa 14 Prozent) kamen nach dem 2. Weltkrieg (1939-1945) auf die Insel. Die Nachfahren der malayo-polynesischen Ureinwohner machen 2 Prozent aus. Sie sind wahrscheinlich mit den Bewohnern der Philippinen oder Indonesiens verwandt.
Die Hauptstadt Taipeh ist mit einer Einwohnerzahl von etwa 2,63 Millionen (2006) größte Stadt von Taiwan. Weitere große Städte sind Kaohsiung mit 1,51 Millionen Einwohnern (2006), Taichung (1 052 000) und Tainan (757 000).
Amtssprache ist Mandarin-Chinesisch, jedoch sprechen die meisten Menschen Taiwanesisch, die Sprache der ersten chinesischen Einwanderer. Hakka, ein weiterer chinesischer Dialekt, ist ebenfalls verbreitet. Englisch wird von vielen Taiwanesen als erste oder zweite Fremdsprache gelernt und in den städtischen Gebieten generell verstanden. Die Nachfahren der Ureinwohner reden Sprachen, die der austronesischen Sprachfamilie angehören.
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