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Windows Live® Suchergebnisse Schlacht um VerdunEnzyklopädieartikel
Schlacht um Verdun, Schlacht zwischen deutschen und französischen Truppen im 1. Weltkrieg vom Februar bis Dezember 1916 um Verdun im Nordosten Frankreichs. Bereits Ende 1915 hatte die deutsche Oberste Heeresleitung (OHL) unter Erich von Falkenhayn beschlossen, im Frühjahr 1916 an der Westfront einen großen Angriff zu unternehmen, um die Front, die seit November 1914 erstarrt war, wieder in Bewegung zu setzen und, wenn möglich, hier die Kriegsentscheidung zu suchen. Als Angriffsziel wählte man die Festung Verdun, denn sie lag an einem strategisch wichtigen Punkt auf den Höhen über der Maas und war eines der wichtigsten Bollwerke der französischen Frontlinie, das Frankreich gegen Angriffe aus Osten absicherte; zudem galt Verdun den Franzosen als bedeutendes Symbol für ihre Widerstandskraft. Falkenhayns Absicht war es, durch eine gewaltige Materialschlacht und unablässige Angriffe auf die zahlreichen Forts der Festung Verdun die Franzosen „ausbluten” zu lassen. Am 21. Februar griffen die Deutschen an. Der Angriff begann mit einem beispiellos heftigen Beschuss der äußeren Befestigungen Verduns durch die deutsche Artillerie. Die Franzosen zogen sich in ihre Stellungen zurück, die Deutschen intensivierten ihre Angriffe noch und rückten unter gewaltigen Verlusten vor. Am 25. Februar fiel Fort Douaumont den Deutschen in die Hände, und noch am selben Tag erhielt General Henri Philippe Pétain den Befehl über die französischen Truppen in Verdun. Auf französischer Seite wurden in einem Rotationssystem ständig neue Truppen herangeführt, die den Deutschen zunehmend erbitterten Widerstand entgegensetzten. Dennoch gelangen den Deutschen weitere Geländegewinne wie etwa die Einnahme von Haucourt am 22. März und von Malancourt eine Woche später; aber die erste deutsche Offensive gegen Verdun hatte nicht den geplanten Durchbruch gebracht. Die deutschen Angriffe gingen ohne große Unterbrechungen weiter. Im April hatte die französische Luftwaffe die Lufthoheit über dem Schlachtfeld und damit einen wichtigen Vorteil für die Verteidigung des Gebiets errungen. Im Juni konnten die Deutschen in einer neuen Offensive die Forts Vaux und Thiaumont erobern. Dann aber ließ der Druck seitens der Deutschen spürbar nach, denn an der Somme hatten die Briten eine Großoffensive gegen die deutsche Westfront begonnen, und in der Folge mussten deutsche Truppen von Verdun abgezogen und an die Somme verlegt werden. Die Kämpfe flauten ab. General Robert Nivelle, der Pétain als Befehlshaber in Verdun abgelöst hatte, bereitete einen schnellen und vernichtenden Schlag gegen die Deutschen nördlich von Verdun vor. Am 24. September rückten die Franzosen auf einer sechs Kilometer breiten Front vor und eroberten Douaumont und Thiaumont zurück. Mit der französischen Offensive hatte sich die letzte Hoffnung der Deutschen zerschlagen, die Linien der Alliierten bei Verdun durchbrechen zu können. Die französischen Angriffe hielten den ganzen Oktober hindurch an, Anfang November räumten die Deutschen Fort Vaux. Am Ende des Jahres hatten die Franzosen die meisten Stellungen, die sie im Februar verloren hatten, wieder zurückerobert. Die Verluste waren auf beiden Seiten extrem hoch. Die „Hölle von Verdun”, wie die Schlacht wegen ihrer Grausamkeit genannt wurde, kostete die Franzosen 378 000 Tote und Verwundete, die Deutschen 337 000. Eine Entscheidung hatte die Schlacht nicht gebracht, nicht einmal strategische Vorteile für eine der beiden Seiten.
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