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Windows Live® Suchergebnisse DänemarkEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Dänemark, amtlich Kongeriget Danmark (Königreich Dänemark), konstitutionelle Monarchie in Nordeuropa. Dänemark hat nur im Süden eine Landgrenze; ansonsten ist es an allen Seiten von Meer umgeben. Das Land grenzt im Norden an den Skagerrak (einen Meeresarm der Nordsee), im Osten an den Kattegat (eine Verlängerung des Skagerraks) und den Øresund (eine den Kattegat mit der Ostsee verbindende Meerenge), im Süden an die Ostsee und das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein und im Westen an die Nordsee. Das Land umfasst beinahe ganz Jütland (Jylland), eine in Nord-Süd-Richtung etwa 340 Kilometer lange und bis zu rund 180 Kilometer breite Halbinsel, und etwa 480 Inseln in der Nord- und Ostsee. Die ausgedehntesten dieser Inseln liegen zwischen Jütland und Schweden. Die größte ist Seeland (Sjaelland), gefolgt von Fünen (Fyn), Lolland, Falster, Langeland und Møn. Etwa 130 Kilometer östlich von Seeland liegt die der schwedischen Südküste vorgelagerte dänische Ostseeinsel Bornholm. Zu Dänemark gehören zwei autonome Gebiete im Nordatlantik: die Färöer und Grönland. Diese Gebiete kamen erstmals 1380 unter dänische Herrschaft und sind heute beide innenpolitisch unabhängig. 1948 erhielt die zwischen den Shetland-Inseln und Island gelegene Inselgruppe der Färöer ihre Selbstverwaltung. Grönland liegt in der Nähe des nordamerikanischen Festlandes, östlich von Kanada. Von 1953 bis zu seiner Selbstverwaltung 1979 war es ein wesentlicher Bestandteil des dänischen Königreiches. Ohne diese Gebiete hat Dänemark eine Fläche von 43 094 Quadratkilometern. Die Halbinsel Jütland stellt fast 70 Prozent der Gesamtfläche des Landes dar. Die Hauptstadt Dänemarks ist Kopenhagen (København).
Dänemark wird weitgehend von Tiefland eingenommen; das Land gehört zu den flachsten der Welt. Die durchschnittliche Höhe beträgt lediglich 30 Meter über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung ist mit 173 Metern der Yding Skovhøj im Osten der Halbinsel Jütland.
Der überwiegende Teil der Landschaft erhielt ihren heutigen Charakter während der letzten Eiszeit, als die Ränder der nordeuropäischen Inlandeismassen durch Dänemark verliefen. Heute markieren Endmoränen den Verlauf der damaligen Ausdehnung des Eises. Ein ausgeprägter Moränenzug verläuft vom Limfjord im Westen Jütlands Richtung Osten nach Viborg und weiter nach Süden entlang der Ostküste der Halbinsel. Diese Moräne stellt die Grenze zwischen den unterschiedlichen Landschaftstypen im Westen und Osten Dänemarks dar. Die flache Westseite Jütlands ist aus Sand und anderen Ablagerungen des Gletscherschmelzwassers aufgebaut. An der Küste treten verbreitet Dünen und Sandbänke auf. Die Ostseite der Halbinsel liegt etwas höher. Ihre fruchtbaren Ebenen wechseln mit sanften Hügellandschaften ab. Zahlreiche Fjorde gliedern die Küstenlinie und reichen oft weit in das Landesinnere hinein. Der Limfjord ist Dänemarks nördlichster Fjord und zieht sich in Ost-West-Richtung vom Kattegat in Richtung Nordsee bis weit in das Innere Jütlands hinein; mit der Nordsee ist er über den Thyborøn-Kanal verbunden. Im Norden von Jütland ist eine ausgesprochene Ausgleichsküste entwickelt. Die Insel Bornholm ist überwiegend aus Gneis und Granit aufgebaut und gehört geologisch zum südlichen Schweden. Dänemarks größere Inseln sind aufgrund ihrer lehmigen Böden überaus fruchtbar. Auf einigen Inseln, wie etwa auf Seeland, sind Kreideablagerungen verbreitet, die stellenweise steile Kliffs bilden.
Dänemark hat ein gemäßigtes Seeklima mit kühlen Sommern und milden, regenreichen Wintern. Die mittleren Temperaturen liegen im Sommer bei 17 °C, im Winter um 1 °C. Die Windrichtung wechselt sehr schnell, so dass innerhalb eines Tages große Temperaturunterschiede auftreten können. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr beträgt etwa 610 Millimeter, davon fallen circa 10 Prozent als Schnee. Die westlichen Landesteile erhalten höhere Jahresniederschläge als die im Osten gelegenen Inseln.
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