Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 6 von 8
DänemarkEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
1805 erklärte die Regierung alle Wälder (heute 11,6 Prozent der Gesamtfläche Dänemarks) zu Naturschutzgebieten. Die große Fischereiflotte Dänemarks spielt in der Wirtschaft des Landes eine bedeutende Rolle. Es handelt sich bei den gefangenen Fischen größtenteils um Meeresfische, unter denen Heringe, Lachse, Kabeljaue und Dorsche die kommerziell bedeutendsten Arten sind. Der überwiegende Teil der Fanggründe befindet sich in der Nordsee. Bei Fisch werden hohe Ausfuhrüberschüsse erzielt.
Das Land verfügt nur über wenige Bodenschätze. In begrenztem Umfang werden mineralische Rohstoffe abgebaut, vor allem Kaolin (Porzellanerde) und Granit. Alle Bodenschätze sind im Besitz der öffentlichen Hand. Auf Bornholm gibt es Kaolinvorkommen, die allerdings von minderer Qualität sind und hauptsächlich zur Produktion von Tongeschirr sowie zur Herstellung von Ziegeln verwendet werden. Kommerziell genutzt werden auch die Mineralien Limonit, Lignit, Kryolith, Kalk, Kreide und Mergel. Auf Jütland wurden große Salzvorkommen entdeckt. Seit den siebziger Jahren werden in der Nordsee Erdöl und Erdgas gefördert. Dänemark ist ein Exportland für Erdöl, trotzdem bleibt es selbst Energieimporteur. Die Steigerung der Erdöl- und Erdgasproduktion soll die Abhängigkeit von den Energieimporten ausgleichen.
Die gemessen an ihrem Umsatz wichtigsten Zweige des produzierenden Gewerbes in Dänemark sind die Lebensmittel- und die Metall verarbeitende Industrie sowie das Druck- und Verlagswesen, der Maschinenbau und die Produktion von Elektronikartikeln und Transportmaschinen (vor allem Dieselmotoren für Schiffe und Lokomotiven). Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind dänische Möbel in der ganzen Welt gefragt. Von Bedeutung sind weiterhin die Eisenindustrie, der Schiffsbau, das Brauwesen, die Textil- und Bekleidungsindustrie, die Produktion von Zement sowie die Herstellung von chemischen Erzeugnissen und Arzneimitteln. Darüber hinaus werden Keramikgegenstände, Porzellan, Öfen, Fahrräder und Papier hergestellt.
Durch die Erdöl- und Erdgasförderung in der Nordsee sowie durch Energiesparmaßnahmen kann Dänemark mittlerweile über die Hälfte seines Energiebedarfs selbst decken. Ein großer Teil der Stromproduktion des Landes wird in Wärmekraftwerken durch die Verbrennung von Kohle und Öl erzeugt. Dänemark ist auch eines der führenden Länder bei der Energiegewinnung durch Windkraft, durch die derzeit etwa 7 Prozent des Strombedarfs gedeckt werden. Im September 1997 kündigte die dänische Regierung den Bau ausgedehnter Windmühlenparks auf See an. Vor der dänischen Küste sollen im Lauf der kommenden Jahre fünf Windmühlenparks mit insgesamt rund 500 Mühlen von je 90 Meter Höhe gebaut werden. Durch diesen Beschluss sollen bis zum Jahr 2008 insgesamt 15 Prozent des dänischen Bedarfs an Elektrizität durch Windenergie gedeckt werden. Nach Angaben des Umweltministeriums ist ein Anstieg auf 50 Prozent für das Jahr 2030 geplant. Mit dem Bau der Windmühlenparks, die auf Nord- und Ostsee verteilt werden, wurden dänische Elektrizitätsunternehmen beauftragt. Dieser Plan der Regierung ist allerdings umstritten. Vertreter der Wirtschaft und der Stromversorger befürchten Preiserhöhungen. Nach Meinung von Biologen stellen die Großanlagen eine Gefährdung für den Vogelbestand an den betroffenen Küstenabschnitten dar.
Die Währungseinheit des Landes ist die Dänische Krone zu 100 Øre. Die dänische Nationalbank (gegründet 1818) ist Notenbank und Finanzzentrum des Landes. Ihre Zentrale befindet sich in Kopenhagen. Einige große Geschäftsbanken haben in ganz Dänemark Zweigstellen. Daneben gibt es noch über 90 Sparkassen. Seit den siebziger Jahren ist die Zahl der Banken aufgrund einer ganzen Reihe von Fusionen rückläufig. Vor allem Anfang der neunziger Jahre fanden mehrere Zusammenschlüsse statt. Spätestens mit Beginn der dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) im Januar 1999 gab es in Dänemark eine heftige politische Debatte darum, ob das Land der EWWU beitreten und den Euro als Einheitswährung annehmen solle. In einer Volksabstimmung am 28. September 2000 stimmten rund 53 Prozent der dänischen Bevölkerung gegen den Euro – knapp 47 Prozent waren für eine Abschaffung der Dänischen Krone. Mit diesem Ergebnis wurde auch der Beitritt zur EWWU abgelehnt.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |