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Windows Live® Suchergebnisse ChoreographieEnzyklopädieartikel
Choreographie (griechisch choreia: Tanz; graphia: Schrift), bedeutet wörtlich die schriftliche Fixierung der Tänze und Ballette; auf der Bühne die Kunst, Tänze zu komponieren; die Bewegungen und Figuren einer Tanzkomposition. Die Aufgabe des Choreographen ist es, sein Tanzkonzept oder seine Inszenierungsidee den Tänzern zu vermitteln. Er muss den Anforderungen der Musik, der Kostüme, der Dekoration und der Beleuchtung Rechnung tragen und die Auswahl der Tänzer seinem Konzept anpassen. Er kann bereits vorhandene Musik verwenden oder neue Musik in Auftrag geben, wobei Choreographen oft sehr eng mit den Komponisten zusammenarbeiten. Viele Choreographen fixieren die Inszenierungsideen vor Beginn der Produktion und arbeiten mit umfangreichen Konzepten, Zeichnungen und Tanznotationen. Die älteste bekannte Aufzeichnung ist das Tanzbüchlein der Margarethe von Österreich aus dem 15. Jahrhundert. Die zentrale klassische Tanzschrift ist Choréographie ou l’art d’ecrire la danse par caratères, figures et signes démonstratifs (1699) von Raoul-Auger Feuillet. Hier sind nicht nur Schritte, sondern auch die wesentlichen Schrittfolgen, die Richtung und der figurenmäßige Ablauf aufgezeichnet. Die wichtigste Tanzschrift für die Neuzeit stammt von Rudolf von Laban (1928; Labanotation). Für die moderne Choreographie ist die Kenntnis anderer Tanzstile sehr hilfreich, da diese in der heutigen Tanzpraxis oft miteinander verbunden werden, z. B. Volkstänze, historische Tänze, Modern Dance und Jazzdance. Zudem werden Elemente aus Akrobatik, Pantomime und Gestik, athletischen und kämpferischen Disziplinen verwendet.
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