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Windows Live® Suchergebnisse GwyneddEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildung und Kultur; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Gwynedd, Grafschaft im Nordwesten von Wales, im Norden und Westen an die Irische See, im Osten an Clwyd und im Süden an Powys angrenzend. Bei der Verwaltungsreform von 1974 wurde Gwynedd aus den früheren Grafschaften Caernarvonshire, Anglesey, Merionethshire und einem Teil von Denbighshire neu gebildet. Die bei Touristen beliebte bergige Region hat eine Fläche von 3 867 Quadratkilometern, was ungefähr 18 Prozent der gesamten Landesfläche von Wales entspricht. Das Verwaltungszentrum von Gwynedd ist Caernarfon.
Das Festland von Gwynedd ist überwiegend bergig. Die höchsten Erhebungen befinden sich im Snowdonia Nationalpark im Nordwesten. 14 Gipfel überragen in Snowdonia (walisisch Eryi: „Sitz der Adler”) eine Höhe von 915 Metern, der höchste ist mit 1 085 Metern der Mount Snowdon (walisisch yrwyddfa), nach dem auch der Nationalpark benannt ist. Er ist zugleich der höchste Berg von ganz Wales und England. Zu seinem Gipfel führt ein relativ einfacher Weg. Touristen können aber auch mit der Bergbahn von Llanberis hinaufgelangen. Ein Großteil des Gebirges von Gwynedd wurde während der letzten Eiszeit von Gletschern überformt, die teilweise seichte Seen, wie z. B. den Tall-y-Llyn bei Cader Idris im Süden der Grafschaft, hinterließen. Der Bala Lake im Osten ist das größte natürliche Gewässer in Wales. Die rund einen Kilometer breite Menai Strait trennt die flache Insel Anglesey (walisisch Ynys Môn) von Wales. Sie ist jedoch über zwei Brücken mit dem Festland verbunden: Die Menai Suspension Bridge (305 Meter lang), von Thomas Telford 1826 erbaut, und die 335 Meter lange Britannia Railway Bridge, von George Stephenson 1850 erbaut. Ein Damm verbindet die kleinere Insel Holyhead mit der östlich gelegenen Insel Anglesey. Auf dem Festland beschränken sich die Flachlandgebiete auf die Küstenstreifen, die größeren Flusstäler und auf die Halbinsel Lleyn, die sich von Snodownia in südwestlicher Richtung zur Irischen See erstreckt. Der Conwy ist der größte Fluss im Norden Gwynedds. Glaswyn und Mawddach fließen im Westen in die Cardiganbai ab. Im Süden bildet der Dovey einen Teil der Grenze zu Powys.
Das Klima Gwynedds ist wechselhaft. Anglesey und die Küstenregion verzeichnen einen durchschnittlichen Jahresniederschlag zwischen 770 und 900 Millimetern. In den höher gelegenen Moorlandschaften steigt die Niederschlagsmenge auf 2 000 bis 2 500 Millimeter an. Die Winter im Landesinneren sind streng und schneereich, in den Küstengebieten sind sie dagegen milder.
Gwynedd hat etwa 240 000 Einwohner. Die Küstengebiete und Flusstäler sind am bevölkerungsreichsten. Die traditionellen walisischen Häuser bestehen aus Stein mit Schieferdach. Die wichtigsten Städte sind Caernarfon als Verwaltungszentrum, Bangor, der kulturelle Mittelpunkt, der Erholungsort Llandudno und der Hafen von Holyhead auf der gleichnamigen Insel.
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