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    Kurzbeschreibungen zu einzelnen Krebstieren wie dem Einsiedlerkrebs, der Garnele, der Seepocke, der Schwimm- und der Strandkrappe von der Naturschutzgesellschaft Schutzstation ...

  • Krebstiere – Wikipedia

    Die Krebse oder Krebstiere (Crustacea) bilden mit weltweit beinahe 40.000 Arten eine sehr große Gruppe innerhalb der Gliederfüßer (Arthropoda), die als Unterstamm geführt wird.

  • Krebstiere

    Krebstiere ... Montag, 25. August 2008 : 274197 Zugriffe seit Samstag, 07. Januar 2006

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Krebstiere

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WasserflöheWasserflöhe
Artikelgliederung
1

Einleitung

Krebstiere oder Krebse, Klasse der Gliederfüßer mit circa 40 000 bekannten Arten, die hauptsächlich aquatische Lebensräume besiedeln. Zu den Krebstieren zählen u. a. Krabben, Hummer, Garnelen und Wasserflöhe.

Krebstiere haben zwei Paar Antennen und ursprüngliche (in zwei Anhänge auslaufende) Spaltfüße, die im Kopfabschnitt zu Mundwerkzeugen umgewandelt sind. Sie leben überwiegend im Meer und sind in aquatischen Lebensräumen von ähnlicher ökologischer Bedeutung wie Insekten in terrestrischen Lebensräumen. Im Salzwasser bildet die Unterklasse der Ruderfußkrebse hinsichtlich ihrer Arten- und Individuenzahl die größte Gruppe der Krebstiere. Einige Arten haben das Süßwasser besiedelt und wenige andere, wie die Kugelasseln, sind an das Landleben angepasst. Die Krebstiere weisen eine ungeheure Formenvielfalt und eine große Vielfalt an Lebensweisen auf, und zu ihnen gehören die größten und schwersten Gliederfüßer (oder Arthropoden): Hummer können eine Länge von 75 Zentimetern und ein Gewicht von etwa zehn Kilogramm erreichen; die Spannweite der Beine von Seespinnen kann bis zu 3,6 Metern betragen. Die ältesten bekannten Krebstiere stammen aus dem Kambrium und sind 520 Millionen Jahre alt; sie gehören zu der nur wenige Millimeter großen Art Yicaris dianensis (Nature, 2007).

2

Körperbau

Wie alle Arthropoden besitzen die Krebstiere ein Außenskelett (Exoskelett). Der Körper der Krebstiere ist in mehrere Segmente gegliedert, von denen jedes ein Paar Beine trägt. Im Lauf der Evolution haben die Körpersegmente und Extremitäten in Anpassung an verschiedene Lebensweisen eine zunehmende Spezialisierung erfahren. Die Gliedmaßen des Rumpfes haben Funktionen beim Schwimmen, Laufen oder Nahrungserwerb übernommen, sie können mit Kiemen ausgestattet sein oder als Begattungsorgan der Fortpflanzung dienen, Scheren tragen oder auch völlig reduziert sein. Anhänge der Extremitäten des Hinterleibes dienen selten der Fortbewegung, übernehmen jedoch häufig andere Funktionen (etwa Atmung) oder weisen Reduktionen auf.

Der Körper ist in Kopf (Cephalon), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen) gegliedert. Die sechs Segmente des Kopfes sind in der Regel mit mehreren Segmenten des Brustabschnitts zum Cephalothorax verschmolzen, an den sich der Hinterleib anschließt. Bei den meisten Krebstieren entspringt am Kopf eine Hautfalte, die nach hinten auswächst und einen Teil oder im Extremfall den ganzen Körper schalenförmig überdeckt; diese Hautbildung, die oftmals zum Schutz der Kiemen dient, bezeichnet man als Carapax. Der Kopf trägt zwei Paar Antennen, ein Paar Mandibeln (Oberkiefer) mit kräftigen Kaufortsätzen und als weitere Mundwerkzeuge zwei Maxillenpaare (Unterkiefer). Als Lichtsinnesorgane sind gewöhnlich ein Paar Komplexaugen und ein unpaares Auge entwickelt. Bei den Höheren Krebsen besteht der Hinterleib aus sechs oder sieben Segmenten. Das letzte Segment des Hinterleibes (Telson) wird gelegentlich beim Schwimmen zur Fortbewegung eingesetzt.

Das Kreislaufsystem besteht aus einem lang gestreckten Herzen, das im Rückenbereich gelegen ist und den Körper über zahlreiche Arterien mit Blut versorgt. Der lang gestreckte Darm bildet im vorderen Bereich einen Muskelmagen, mit dessen Hilfe die Nahrung zerkleinert wird. Der After befindet sich im letzten Hinterleibssegment. In den Mitteldarm münden Drüsen, die Verdauungsenzyme absondern, aber auch Nährstoffe resorbieren. Nierenschläuche, die flüssige Endprodukte des Stoffwechsels ausscheiden, münden in der Nähe der Antennen. Das Nervensystem besteht aus dem Gehirn, das aus mehreren Ganglien (Gruppen von Nervenzellen) aufgebaut ist, sowie weiteren Ganglien und Nervensträngen unterhalb des Eingeweidetraktes.

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Fortpflanzung und Entwicklung

Die Fortpflanzung der Krebstiere erfolgt in der Regel sexuell; in seltenen Fällen findet asexuelle Fortpflanzung in Form von Parthenogenese (Entwicklung aus einem unbefruchteten Ei) statt. Krebstiere sind meist getrenntgeschlechtig; nur einige Parasiten und die meisten Entenmuscheln, die aufgrund ihrer eingeschränkten Fortbewegung nur schwer einen Partner des anderen Geschlechts finden würden, sind zwittrig und weisen sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane auf. Manche Krebstiere können im Lauf des Lebens das Geschlecht wechseln. Viele Arten zeigen ein hochentwickeltes Paarungsverhalten, bei dem die Männchen mit spezifischen Verhaltensweisen um die Weibchen konkurrieren.

Die meereslebenden Krebstiere durchlaufen in ihrer Frühentwicklung mehrere Larvenstadien, in denen sie keinerlei Ähnlichkeit mit den adulten (erwachsenen) Tieren haben. Die frei schwimmenden Larven besiedeln erst nach ihrer Entwicklung zum fertigen Krebs den artspezifischen Lebensraum. Terrestrische und im Süßwasser lebende Arten weisen oftmals kein Larvenstadium auf. Nach der Befruchtung wird das Gelege selten frei abgelegt, sondern vom Weibchen meist am Körper getragen, bis sich die Larven entwickelt haben. Darüber hinaus tritt bei Krebstieren kaum Brutpflege auf. Kleinere Arten leben meist nur wenige Tage, größere können jedoch Jahrzehnte alt werden.

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Ökologie

Krebstiere haben sich an eine Vielzahl von Lebensräumen angepasst und sehr verschiedene Lebensformen entwickelt. Sie sind von großer ökologischer Bedeutung und spielen eine wichtige Rolle in Nahrungsketten, da sie kleinste Partikel aus dem Wasser filtrieren und als Nahrung für größere Meeresbewohner verfügbar machen. Manche Krebstiere vermehren sich zu riesigen Individuenzahlen und sind dann eine wichtige Nahrungsgrundlage für Fische und Wale. So dient der winzige Krill durch sein massenhaftes Auftreten Plankton fressenden Bartenwalen als Nahrung. Größere Formen, wie z. B. die Krabben, sind oftmals Allesfresser, Aasfresser oder Räuber. Krebstiere sind für den Menschen als Speisekrebse von großer wirtschaftlicher Bedeutung; ihr Fleisch ist sehr proteinreich.

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