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Pieter Willem Botha

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Pieter Willem BothaPieter Willem Botha

Pieter Willem Botha (1916-2006), südafrikanischer Politiker, Premierminister (1978-1984) und Staatspräsident (1984-1989) der Republik Südafrika.

Pieter Willem Botha wurde am 12. Januar 1916 im Bezirk Paul Roux (Oranje-Freistaat) geboren. 1934 begann er in Bloemfontein ein Jurastudium, das er jedoch schon zwei Jahre später wieder abbrach, um sich ganz der Arbeit für die National Party (NP) zu widmen. 1948 wurde er erstmals ins Parlament gewählt, dem er in der Folge ohne Unterbrechung bis 1984 angehörte. 1958 berief ihn Premierminister Hendrik Frensch Verwoerd zum stellvertretenden Innenminister, 1961 wechselte er in das Amt des Ministers für Wohnungsbau und Mischlingsangelegenheiten, und unter Premierminister Balthazar Johannes Vorster wurde er 1966 Verteidigungsminister. 1978 trat er die Nachfolge Vorsters als Vorsitzender der NP und als Premierminister an; das Verteidigungsministerium gab er erst zwei Jähre später ab. 1983 setzte Botha eine Reform der Verfassung durch, die u. a. die Stellung des Präsidenten deutlich stärkte. Außerdem wurden den Farbigen und den Asiaten einige politische und soziale Rechte gewährt; an der Apartheid gegen die schwarze Bevölkerungsmehrheit hielten Botha und die neue Verfassung jedoch grundsätzlich fest. 1984 wurde Botha zum Staatspräsidenten – mit den von der neuen Verfassung festgeschriebenen weitreichenden Befugnissen – gewählt. In den achtziger Jahren verschärften sich innerhalb des Landes ebenso wie auf internationaler Ebene Druck und Widerstand gegen die allein von der weißen Bevölkerungsminderheit gestellte Regierung zunehmend. 1989 gab Botha die Parteiführung und schließlich auch die Präsidentschaft auf; 1990 verließ er die NP.

Bothas Nachfolger im Präsidentenamt, Frederik Willem de Klerk (NP), schaffte binnen kurzem die Apartheid ab und schuf die Voraussetzungen für den Übergang der Regierungsgewalt an die schwarze Bevölkerungsmehrheit im Jahr 1994. Botha selbst erwies sich auch nach 1990 als Verfechter von Rassentrennung und Apartheid und stand dem politischen und sozialen Umbruch in seinem Lande ablehnend gegenüber; Selbstkritik in Bezug auf seine eigene Apartheidpolitik, die mit zahlreichen schweren Menschenrechtsverletzungen einherging, zeigte er nicht. Botha starb am 31. Oktober 2006 in Wilderness nahe George (Provinz Westkap, Südafrika).

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