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  • Laissez-faire – Wikipedia

    Laissez-faire [leseˈfɛʀ] ist ein aus dem Französischen entlehnter Begriff. Es heißt übersetzt lasst machen im Sinne von einfach laufen lassen.

  • Laissez Faire - Inh. Ludger Lousee

    Laissez FairE Hairstyling

  • Laissez-faire - Lexikon

    Lexikon: Laissez-faire. Bezeichnung des wirtschaftlichen Liberalismus für eine extreme Ansicht, der zufolge der Staat nicht in das wirtschaftliche Geschehen eingreifen sollte, um ...

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Laissez-faire

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Adam SmithAdam Smith

Laissez-faire (französisch laissez-faire: lasst machen – im Sinne von Gewährenlassen, Nichteinmischen), in der Volkswirtschaft eine Handlungsweise, bei der eine Regierung sich nicht in die Angelegenheiten der Wirtschaft einmischt. Dieser Lehrsatz befürwortet Eigennutz, Wettbewerb und Konsumentenverhalten als Kräfte, die zu optimalem Wohlstand und Freiheit führen. Er entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts als starke liberale Reaktion auf die Besteuerung des Handels sowie die Kontrolle durch die absolutistischen Staaten, den so genannten Merkantilismus.

In Westeuropa glaubte man während des 18. Jahrhunderts, dass die natürliche Wirtschaftsordnung, die nicht durch Bestimmungen und Anpassungen berührt wurde, am besten dazu geeignet sei, größtmögliches Wohlergehen für alle zu schaffen. Französische Pioniere der Wirtschaftswissenschaften, die so genannten Physiokraten, entwickelten als erste die Theorie des Laissez-faire, die die Nichteinmischung in Handelsangelegenheiten betonte. Diese Theorie wurde später vom Wirtschaftsliberalismus übernommen. Der wichtigste und einflussreichste Befürworter des Laissez-faire war jedoch im 18. Jahrhundert der schottische Nationalökonom Adam Smith. Er war der Meinung, dass das Wohlergehen des einzelnen wichtiger sei als nationale Macht. Sein Hauptwerk heißt An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations (1776, Untersuchung der Natur und Ursachen von Nationalreichtümern, auch als Wohlstand der Nationen bekannt). Hierin befürwortete er eine Politik des Freihandels, bei der die „unsichtbare Hand” des Wettbewerbs als Wirtschaftsregler tätig ist. Smiths Eintreten dafür, dass die Privatunternehmen der beste Ansporn für die gleichmäßige Verteilung von Vermögen sei, fand zu Beginn des 19. Jahrhunderts immer mehr Anhänger. Die englischen Wirtschaftswissenschaftler David Ricardo und John Stuart Mill entwickelten seine Ideen weiter.

Die Grundsätze des Laissez-faire und des Freihandels fielen in die Zeit des aufkommenden Kapitalismus, der mit der industriellen Revolution verbunden war. Die Fabrikanten und Kaufleute wollten frei sein von Regierungsverordnungen und Besteuerung. Daher führte mit dem Wachstum der Industrie der Laissez-faire-Stil unausweichlich zu Missbrauch, so dass in vielen Fabriken Kinderarbeit üblich war. Nach und nach schlossen sich immer mehr Unternehmen zusammen, um die Produktion und die Preise zum Vorteil ihrer Eigentümer zu bestimmen. So wurde der Wettbewerb ausgeschaltet, der einer der Grundsätze des Laissez-faire-Systems war. Durch diesen Trend zu Monopolen wurde der Ruf nach einem stärkeren Eingreifen des Staates und zur Reglementierung der Unternehmen laut.

Wirtschaftliche Einschränkungen durch den Staat und das Aufkommen des Sozialismus haben nicht dazu geführt, dass der Ansatz des Laissez-faire in der Wirtschaftstheorie verschwand. Diese Theorie gewann hingegen noch einmal in den achtziger und neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts an Bedeutung, besonders in Verbindung mit dem Monetarismus und führte zu umfangreichen Privatisierungen staatlicher Industrien und zur Schrumpfung des öffentlichen Wirtschaftsbereichs.

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