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Windows Live® Suchergebnisse FormaldehydEnzyklopädieartikel
Formaldehyd (offiziell Methanal), Verbindung aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff mit der chemischen Formel HCHO oder CH2O. Formaldehyd wurde 1867 von dem deutschen Chemiker August Wilhelm von Hofmann entdeckt und ist der einfachste Vertreter der Aldehyde. Bei Raumtemperatur (20 °C) liegt die Verbindung als Gas mit durchdringend stechendem Geruch vor, der Siedepunkt liegt bei -21 °C. Das Gas lässt sich jedoch durch Kompression in eine Flüssigkeit überführen.
Formaldehyd wird in der chemischen Industrie in großem Maße zur Synthese von Kunstharzen eingesetzt. Weitere Anwendungsfelder für Formaldehyd sind z. B. in der Textil-, Leder-, Papierindustrie zu finden – u. a. als Desinfektions- oder Konservierungsmittel. In der Holz verarbeitenden Industrie wird Formaldehyd beispielsweise als Bindemittel für so genannte Spanplatten verwendet. Umweltschutzverbände raten vom Kauf dieser Produkte auf Grund der Giftigkeit von Formaldehyd ab. Verschiedene Untersuchungen lassen den Verdacht zu, dass Formaldehyd mutagen und krebserregend ist. Allerdings sind diese Untersuchungsergebnisse in Fachkreisen umstritten. Anfang der achtziger Jahre wurde Formaldehyd auf die MAK-Liste (Gruppe III B) gesetzt. In dieser Liste stehen die so genannten maximalen Arbeitsplatzkonzentrationen von verschiedenen, überprüften Substanzen bzw. Stoffgemischen – meist handelt es sich dabei um Gefahrstoffe.
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