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Hessen

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Artikelgliederung
1

Einleitung

Hessen, Bundesland der Bundesrepublik Deutschland, wird im Westen begrenzt von den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, im Norden von Niedersachsen, im Osten von Thüringen und Bayern und im Süden von Baden-Württemberg. Wiesbaden ist Landeshauptstadt, die größte Stadt ist Frankfurt am Main. Weitere wichtige Städte sind Kassel, Darmstadt und Offenbach.

2

Land

Das 21 115 Quadratkilometer große Bundesland liegt größtenteils im Bereich der deutschen Mittelgebirgsschwelle und wird gegliedert durch deren Erhebungen. Im Westen hat Hessen mit dem Taunus, dem Hohen Westerwald, dem Gladenbacher Bergland und dem Kellerwald Anteil am Rheinischen Schiefergebirge. Im Osten und Nordosten liegt das Hessische Bergland, mit u. a. dem Knüllgebirge. Im Norden wird das Land durch Höhenzüge des Weserberglandes (Reinhardswald und Bramwald) begrenzt. Im Zentrum Hessens liegt der Vogelsberg, das größte zusammenhängende Gebiet vulkanischer Entstehung in Deutschland. Im Osten begrenzen die Rhön (mit der 950 Meter hohen Wasserkuppe, der höchsten Erhebung des Bundeslandes) und der Spessart das Bundesland. Im Süden hat Hessen Anteil am Odenwald und an der Oberrheinebene. Deren nördliche Fortsetzung, die Hessische Senke, reicht mit der Wetterau bis in den Westen des Vogelsberges.

Über den Kellerwald, den Vogelsberg und die Rhön verläuft die Wasserscheide zwischen dem hessischen Einzugsgebiet der Weser und dem des Rheins. Den Norden und Osten entwässern vor allem Fulda, Werra, Eder und Weser, den Süden und Westen Rhein, Main, Lahn und Nidda.

Das Klima wird durch den Gegensatz der Beckengebiete und der Bergländer bestimmt. Klimabegünstigt ist die Hessische Senke, die wärmer und niederschlagsärmer ist als die Mittelgebirgsregionen. Die mittlere Januartemperatur Frankfurts beträgt 0,8 °C, die mittlere Julitemperatur 19,4 °C. In weiten Teilen des Landes fallen circa 600 bis 800 Millimeter Jahresniederschlag, am Vogelsberg und in der Rhön bis zu 1 200 Millimeter.

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Bevölkerung

Die Einwohnerzahl des Bundeslandes beträgt etwa 6,09 Millionen (2004), die Bevölkerungsdichte 288 Einwohner pro Quadratkilometer. Im Ballungsgebiet Rhein-Main lebt ein Drittel der Bevölkerung, der nördliche Teil des Bundeslandes ist, bis auf die Region Kassel/Baunatal, eher dünn besiedelt. Rund 33 Prozent der Bevölkerung sind katholisch, etwa 50 Prozent evangelisch; letztere gehören vor allem der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau bzw. der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck an.

4

Verwaltung und Politik

Die Landesverfassung wurde 1946 verabschiedet. Die 110 Abgeordneten des Landtages werden seit 2003 für fünf Jahre gewählt; vorher dauerte eine Legislaturperiode vier Jahre. Das Land gliedert sich in die drei Regierungsbezirke Darmstadt, Gießen und Kassel, fünf kreisfreie Städte und 21 Landkreise.

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