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Cher, eigentlich Cherilyn La Pierre Sarkisian, (*1946), amerikanische Sängerin und Schauspielerin. Nachdem sie in den sechziger Jahren mit dem Duo Sonny & Cher große Erfolge gefeiert hatte, konzentrierte sie sich ab Ende der siebziger Jahre auf ihre Solokarriere als Sängerin und machte sich ab Mitte der achtziger Jahre auch einen Namen als Filmschauspielerin. Cher wurde am 20. Mai 1946 als Tochter einer Schauspielerin in El Centro (Kalifornien) geboren und wuchs in schwierigen Verhältnissen auf. Als Teenager sang sie in Nachtclubs, um sich die Ausbildung als Schauspielerin zu finanzieren, ehe sie für Phil Spector als Backgroundsängerin tätig war. 1964 heiratete sie den Komponisten und Produzenten Salvatore „Sonny” Bono (1935-1998), mit dem sie das erfolgreiche Duo Sonny & Cher bildete. Ihren größten Hit landeten die beiden 1965 mit dem Song I Got You Babe, dem weitere folgten wie The Beat Goes On, Little Man und A Cowboy’s Work Is Never Done. Bereits seit 1966 verfolgte Cher auch eine Solokarriere als Sängerin; bekannte Lieder waren u. a. Bang Bang, My Baby Shot Me Down (1966), You Better Sit Down Kids (1967) und Gypsies, Tramps & Thieves (1971), der in den USA die Spitze der Single-Charts erreichte. Die selbst produzierten Musikfilme Good Times (1967) und Chastity (1969) fielen an den Kinokassen durch, doch die Fernsehshow Sonny & Cher’s Comedy Show (1971-1974) sowie die Nachfolgesendungen Cher (1975) und The Sonny and Cher Show (1976-1977) wurden ein großer Publikumserfolg. Nach der Scheidung von Sonny Bono im Jahr 1974 konzentrierte sich Cher auf ihre Solokarriere, 1979 gelang ihr mit Take Me Home erneut ein großer Hit. Bei ihren Auftritten zog sie auch durch aufwendige Bühnenshows und extravagante, knappe Kostüme sowie ihren ausgeprägten Körperkult die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Nachdem sie von Robert Altman für die Hauptrolle in Come Back to the Five and Dime, Jimmy Dean (1982; Komm zurück, Jimmy Dean), sowohl in der Bühnen- als auch in der Filmfassung besetzt worden war, wandte sich Cher verstärkt der Schauspielerei zu. Ihre überzeugende Darstellung in Mike Nichols’ Anti-Kernkraft-Thriller Silkwood (1983; Silkwood) an der Seite von Meryl Streep brachte ihr eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin” ein. Weitere Filme, die ihr Renommee als Schauspielerin steigerten, waren Peter Bogdanovichs Mask (1985; Die Maske), in dem sie die Mutter eines stigmatisierten Jungen verkörperte und für den sie bei den Filmfestspielen von Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde, Peter Yates’ Gerichtsfilm Suspect (1987; Suspect – Unter Verdacht) und die bizarre Horrorkomödie The Witches of Eastwick (1987; Die Hexen von Eastwick, nach einem Roman von John Updike) um drei Frauen (neben Cher Michelle Pfeiffer und Susan Sarandon) aus Neu-England, die von einem dämonischen Junggesellen (Jack Nicholson) von ihren sexuellen Hemmungen befreit werden. Für ihre darstellerische Leistung in der Liebeskomödie Moonstruck (1987; Mondsüchtig), in der sie zusammen mit Nicolas Cage agierte, wurde sie mit einem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. In den neunziger Jahren folgten die Filme Mermaids (1990; Meerjungfrauen küssen besser), Robert Altmans The Player (1992; The Player) und Prêt-à-Porter – Ready to Wear (1994; Prêt-à-Porter ), in denen sie sich selbst spielte, Paul Mazurskys Ehekomödie Faithful (1995; Der Hochzeitstag) an der Seite von Ryan O’Neal und Franco Zeffirellis Tea with Mussolini (1999; Tee mit Mussolini). Mit dem TV-Film If These Walls Could Talk (1996) gab sie ihr Debüt als Regisseurin. Gleichzeitig verfolgte Cher auch weiterhin ihre Karriere als Sängerin und spielte die Soloalben Cher (1987), Heart of Stone (1990), Love Hurts (1991), It’s a Man’s World (1995), Believe (1998) und Living Proof (2001) ein. Mit ihrer dreijährigen Farewell-Tournee, die im Mai 2005 in Los Angeles endete, gab sie ihren Abschied von der Konzertbühne.
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