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  • Gaius Julius Cäsar Zitate und Sprüche

    Zitate und Sprüche von Gaius Julius Cäsar. ... Die Menschen glauben fest an das, was sie wünschen. Gaius Julius Cäsar römischer Staatsmann, Feldherr und Autor

  • Julius Caesar - Wikipedia, the free encyclopedia

    Gaius Julius Caesar [1] (pronounced [ˈgaːius ˈjuːlius ˈkaɪsar] in Classical Latin, and later [ˈgaːius ˈjuːlius ˈtʃesar]; conventionally pronounced [ˈgajəs ...

  • CAESAR (100 - 44 v.Chr.)

    Über keine Persönlichkeit der Antike wurden mehr Schriften, Bücher, Aufsätze u.ä. verfasst, als über jenen Gaius Julius Caesar, der sich im ersten vorchristlichen ...

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Gaius Julius Caesar

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Gaius Julius CaesarGaius Julius Caesar
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4

Der Bürgerkrieg

52 v. Chr. wurde Pompeius entgegen der üblichen Gepflogenheit zum alleinigen Konsul (sine collega, lateinisch: ohne Amtskollegen) mit außergewöhnlichen Vollmachten gewählt. Dies war durch die Ausnahmesituation notwendig geworden, in die der römische Staat durch die Unruhen des Clodius geraten war. Während Caesar durch den Krieg in Gallien festgehalten wurde, hatten seine politischen Gegner bereits im vorangegangenen Jahr offen versucht, ihn von dort abberufen zu lassen und in Rom vor Gericht zu stellen.

Pompeius suchte die günstigen Umstände auszunutzen, um seinen Rivalen auszuschalten und sich die Alleinherrschaft zu sichern, und näherte sich zu diesem Zweck politisch der Senatspartei an. Schließlich beschloss der Senat die Absetzung Caesars, nachdem man ihn vergebens aufgefordert hatte, sein Heer zu entlassen. Daneben stattete er Pompeius mit unbeschränkten Vollmachten aus, um den Kampf gegen Caesar aufzunehmen. Der Bürgerkrieg begann, als Caesar Anfang des Jahres 49 v. Chr. – der Überlieferung zufolge mit den Worten: Alea iacta est („Die Würfel sind gefallen”) – den Rubikon überschritt, einen kleinen Grenzfluss, der seine Provinz Gallia Cisalpina von Italien trennte. Innerhalb von drei Monaten hatte er die Kontrolle über ganz Italien erlangt, gewann danach die beiden spanischen Provinzen, den eigentlichen Rückhalt des Pompeius, und schließlich nach halbjähriger Belagerung die Hafenstadt Massilia (Marseille).

Inzwischen war Caesar in Rom zum Diktator ernannt worden, übte das Amt jedoch nur wenige Tage aus und wurde für das Jahr 48 v. Chr. zum Konsul gewählt. Anfang desselben Jahres verfolgte er Pompeius nach Griechenland und besiegte ihn endgültig in der Schlacht bei Pharsalos. Pompeius selbst entkam nach Ägypten, wo er jedoch ermordet wurde, noch bevor Caesar ihn dort eingeholt hatte. Caesar besetzte Alexandria und entschied den ägyptischen Thronstreit zugunsten Kleopatras, der Tochter des verstorbenen Königs Ptolemäus XI., die ihm später einen Sohn (Caesarion) schenkte.

47 v. Chr. unterwarf er Kleinasien und kehrte als Diktator nach Rom zurück. Seinen entscheidenden Sieg über die Anhänger des Pompeius, die seit 48 v. Chr. ihre Streitkräfte in der Provinz Africa zusammengezogen hatten, errang er 46 v. Chr. in der Schlacht bei Thapsus. Danach kehrte er nach Rom zurück, wo er mehrere Triumphzüge feierte und weitere Ehrungen erhielt. Nachdem er im Jahr 45 v. Chr. auch noch die Söhne des Pompeius bei Munda in Spanien besiegt hatte, war er unumschränkter Alleinherrscher.

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Diktatur und Ermordung

Caesars Macht basierte auf seiner Stellung als Diktator. Dieses Amt wurde ihm auf Lebenszeit (Dictator perpetuus) verliehen, obgleich es laut Verfassung der frühen Republik nur auf Ausnahmesituationen und auch dann auf maximal sechs Monate beschränkt war. Obwohl er den Titel Rex (König) ablehnte, der besonders den republikanisch gesinnten Kräften verhasst war, trug seine Herrschaft starke monarchische Züge.

45 v. Chr. wurde Caesar auf zehn Jahre zum Konsul gewählt und mit weiteren Ehrungen und Vollmachten ausgestattet: So hatte er die Oberaufsicht über sämtliche Streitkräfte, durfte Robe und den Goldkranz des siegreichen Feldherrn ständig tragen und hatte als Pontifex Maximus die Entscheidungsgewalt über sämtliche religiösen Belange. Seine Herrschaft beinhaltete ein breit angelegtes Reformprogramm zur Neuordnung des Staates und der Provinzen. Unter anderem reformierte er den Kalender, versorgte seine Veteranen mit Land und vereinfachte die Voraussetzungen für den Erwerb des römischen Bürgerrechtes.

Besonders in den Kreisen der oppositionellen Senatsfamilien stieß Caesars Machtposition auf Ablehnung. 44 v. Chr. plante eine Gruppe von republikanischen Senatoren, darunter Gaius Cassius und Marcus Iunius Brutus, den Tyrannenmord und erdolchten Caesar an den Iden des März (15. März), als er gerade das Senatsgebäude betreten wollte.

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Privatleben

Nachdem 68 v. Chr. seine erste Frau Cornelia gestorben war, heiratete Caesar Pompeia, eine Enkelin Sullas, die den Vorsitz über den geheimen Fruchtbarkeitskult der Bona Dea hatte, von dem Männer bei strengsten Strafen ausgeschlossen waren. Als die Mysterien der Göttin im Hause Caesars, wo ein Fest zu ihren Ehren stattfand, entweiht wurden, weil Clodius sich in Frauenkleidern Zugang dazu verschafft hatte, kam es zu einem öffentlichen Skandal, in dessen Folge sich Caesar von Pompeia trennte. Da auch seiner dritten Ehe mit Calpurnia (59 v. Chr.) keine männlichen Nachkommen entstammten, setzte er seinen Großneffen Octavian testamentarisch zum Nachfolger und Erben ein, der später unter dem Namen Augustus erster römischer Kaiser wurde.

Caesar, der ein Mann von umfassender literarischer Bildung war, trat auch als begabter Schriftsteller in Erscheinung, mit einer klaren Sprache und einem schlichten, klassischen Stil. Erhalten sind seine sieben Bücher über den Gallischen Krieg (Commentarii de bello Gallico), in denen er seine Gallienfeldzüge beschrieb und die eine wichtige Informationsquelle über die frühen keltischen und germanischen Stämme darstellen, sowie ein dreibändiges Werk über den Bürgerkrieg (Commentarii de bello civili).

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Wertung und Wirkung

Die Einschätzungen über Person und Leistung Caesars gehen weit auseinander. Während einige ihn als einen skrupellosen Tyrannen mit einem unersättlichen Machtstreben sehen und ihm die Schuld für das Ende der Römischen Republik geben, räumen andere zwar seine Unnachgiebigkeit ein, geben jedoch zu bedenken, dass die Republik damals bereits dem Untergang geweiht war, und Caesar vor der Notwendigkeit stand, eine neue Regierungsform zu finden, um der römischen Welt eine gewisse Stabilität zu bringen und sie vor dem Chaos zu bewahren. Überdies war er offensichtlich ein ausgezeichneter Feldherr, der seine Soldaten zu äußerster Loyalität und Höchleistungen motivieren konnte.

Als eine der beeindruckendsten Gestalten der Antike wurde Caesar in zahlreichen Werken der Weltliteratur verewigt, darunter die Dramen Julius Caesar (1599) von William Shakespeare und Caesar and Cleopatra (1901) von George Bernard Shaw oder die Romane The Ides of March (1948, Die Iden des März) von Thornton Wilder und Brechts Romanfragment Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar (1937-1939, erschienen 1957).

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