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Windows Live® Suchergebnisse PapyrusstaudeEnzyklopädieartikel
Papyrusstaude, ausdauernde Art der Sauergräser, die in der Antike zur Herstellung von Papyrus diente. Die ursprüngliche Heimat der Papyrusstaude liegt in tropischen Gebieten Zentralafrikas, doch wurde sie bereits vor langer Zeit als Zier- und Nutzpflanze in andere Regionen eingeführt und kommt heute in vielen subtropischen und tropischen Ländern vor. Die Papyrusstaude wird einen bis drei Meter hoch, wächst vorwiegend an feuchten oder sumpfigen Standorten, etwa an den Ufern des Nil, und vermehrt sich hauptsächlich über ein festes, aromatisch riechendes, unterirdisches Rhizom. Die feinen, spaghettiförmigen Blätter sind stark gekielt und am Ende der aufrechten, im Querschnitt dreieckigen Stängel zu einem Schopf angeordnet. Der untere Teil der Stängel kann armdick werden. Über dem Blattschopf erheben sich die Blüten, die in zahllosen bräunlichen Ährchen in einer großen vielstrahligen Blütendolde stehen. Im Altertum dienten verschiedene Pflanzenteile der Papyrusstaude als Zierde oder wurden zur Herstellung von Stirnbändern, Sandalen, Kisten, Booten und Tauen verwendet. Die getrockneten Wurzeln dienten als Heizmaterial. Das Mark der Stängel wurde gekocht gegessen, hauptsächlich diente es jedoch der Herstellung von Papyrus, dem beschreibbaren Stoff, der in der Antike bei den Ägyptern, Griechen und Römern sowie in Vorderasien weit verbreitet war. Systematische Einordnung: Der botanische Name der Papyrusstaude ist Cyperus papyrus. Sie gehört zur Familie Cyperaceae.
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