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SambiaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildung und Kultur; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
In Sambia sind mehr als 8 Prozent der Fläche als geschützte Gebiete ausgewiesen. Der größte Teil des Landes besteht aus Savanne: Grasland mit vereinzelten Bäumen. 56,4 Prozent der Oberfläche sind jedoch bewaldet (2005). Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten ist in Sambia verhältnismäßig viel des ursprünglichen Waldbestands erhalten geblieben. Sambia verfügt über einen bedeutenden Anteil der unberührten Regenwaldgebiete Afrikas. Im Südwesten stehen Wälder mit Teakbäumen. Zu den einheimischen Tierarten gehören Elefanten, Löwen, Nashörner, Zebras, Giraffen, Krokodile, Flusspferde und verschiedene Antilopenarten. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Bestand an Elefanten und Nashörnern allerdings durch Wilderer drastisch reduziert worden.
Die Bevölkerung Sambias besteht aus mehr als 70 verschiedenen ethnischen Gruppen, die eine Bantusprache sprechen, darunter die Bemba, die größte (34 Prozent der Bevölkerung) der im Nordosten und überwiegend im Kupfergürtel ansässigen Gruppen. Die Lozi leben im Westen und die Tonga im Süden. Ungeachtet dieser Völkervielzahl kam es in Sambia zu weit weniger ethnischen Spannungen als in den übrigen afrikanischen Staaten. Dies ist zum Teil auf die Politik des ehemaligen Präsidenten Kenneth Kaunda zurückzuführen, der umfangreiche politische Zugeständnisse machte. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 11,67 Millionen (2008). Das entspricht einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 16 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die zentralen Gebiete im Kupfergürtel sowie entlang der Eisenbahnlinien sind am dichtesten bewohnt. Insgesamt leben 35 Prozent aller Sambier in Städten (2003) – damit weist Sambia den höchsten Urbanisierungsgrad Afrikas auf. Im Nordosten und den abgelegenen Gebieten im Westen leben dagegen nur wenige Menschen.
Lusaka, die Hauptstadt Sambias, hat etwa 1,39 Millionen Einwohner. Weitere wichtige Stadtzentren sind Ndola (375 000), Kitwe (376 000), Mufulira (204 000) und Luanshya (186 000), die alle im Kupfergürtel liegen. Maramba (82 200) ist die bedeutendste Stadt im Süden.
Die Amtssprache ist Englisch. In Sambia werden über 70 Bantusprachen gesprochen. Zu den wichtigsten zählen: Ichibemba im Kupfergürtel, in Luapula, in der Nord- und der Mittelprovinz, Chinyanja in Lusaka und der Ostprovinz, Chitonga in der Südprovinz und dem Kabwe-Distrikt, Silozi in der Westprovinz und dem Stadtgebiet von Maramba (Livingstone), Kikaonde, Lunda und Lovale in der Nordwestprovinz. Die meisten Sambier sprechen eine dieser Sprachen als Erst- oder Zweitsprache. Im Kupfergürtel und im nördlichen Sambia wird auch Swahili gesprochen.
Gut zwei Drittel der Sambier sind Christen, hauptsächlich römisch-katholische oder Anhänger der United Church of Zambia, einer protestantischen Glaubensrichtung. Den traditionellen Glaubensrichtungen folgt etwa ein Viertel der Bevökerung; daneben gibt es muslimische und hinduistische Minderheiten.
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