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    Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Staat Sambia in Afrika; zu dem ebenfalls „Sambia" genannten Land in Preußen siehe Samland.

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    Die Botschaft von Sambia informiert über das Land, Reisen, Partnerschaften und die Möglichkeit Geschäftskontakt aufzubauen

  • LandesüberblickSambia

    Die Lage der Republik Sambia im südlichen Afrika erschließt sich recht gut durch die Nennung der acht Nachbarländer. Sambia liegt zwischen Tansania und Kongo im Norden und ...

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Sambia

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Sambia (Flagge und Hymne)Sambia (Flagge und Hymne)
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7.2

Unabhängigkeit

Nordrhodesien wurde am 24. Oktober 1964 unter dem Namen Sambia unabhängig. Erster Präsident der Republik wurde Kaunda, dessen UNIP im Januar zuvor die Wahlen gewonnen hatte und der selbst seither als Premierminister amtiert hatte. Kaunda schlug einen gemäßigt sozialistischen, dennoch eher am Westen orientierten Kurs ein, verstaatlichte wesentliche Teile der Wirtschaft, u. a. die Kupferminen, die Grundlage der sambischen Wirtschaft, und suchte die Landwirtschaft auszubauen. 1972 wandelte er Sambia in einen Einparteienstaat mit der UNIP als einzig zugelassener Partei um. In der Folgezeit nahm Kaundas Regime zunehmend autoritäre Züge an, zudem breiteten sich Korruption und Misswirtschaft aus, und der Verfall der Weltmarktpreise für Kupfer in den siebziger Jahren stürzte das Land in eine schwere Wirtschaftskrise. Rigorose Sparprogramme der Regierung Kaunda konnten kaum Abhilfe schaffen, verschärften aber in der Bevölkerung die Unzufriedenheit mit und den Widerstand gegen die Regierung. Außenpolitisch reihte sich Sambia unter Kaunda in die Bewegung blockfreier Staaten ein und unterstützte als einer der Frontstaaten nachdrücklich die Antiapartheid-Bewegung und den Kampf gegen die weiße Vorherrschaft in Simbabwe, Südafrika und Namibia.

Angesichts wachsender Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der desolaten wirtschaftlichen Lage und dem Regime Kaundas insgesamt, die sich immer wieder in Unruhen äußerte, und aufgrund von Druck von außen sah sich Kaunda 1990 gezwungen, das Einparteiensystem abzuschaffen und wieder Parteien zuzulassen. Es wurde eine neue Verfassung erarbeitet, die im August 1991 verabschiedet wurde, und im Oktober 1991 fanden die ersten freien Mehrparteienwahlen zum Parlament und für die Präsidentschaft in Sambia seit mehr als zwei Jahrzehnten statt. Bei diesen Wahlen setzte sich das oppositionelle Bündnis Movement for Multiparty Democracy (MMD) klar als stärkste Kraft durch, und sein Führer und Präsidentschaftskandidat, Frederick Chiluba, wurde mit großer Mehrheit gegen Kaunda zum Staatsoberhaupt gewählt. Es war dies der erste durch demokratische Wahlen herbeigeführte Machtwechsel in Afrika. Die Wahlen vom November 1996, die allerdings nicht in jeder Hinsicht demokratischen Standards entsprachen, bestätigten das MMD als absolut stärkste Kraft und Chiluba mit etwa 70 Prozent der Stimmen im Präsidentenamt. Die Erwartungen, die die Bevölkerung in den Machtwechsel gesetzt hatte, erfüllten sich jedoch nicht: Die wirtschaftliche Lage verbesserte sich nicht, die Korruption grassierte auch in der neuen Regierung, und die Herrschaft Chilubas wurde zunehmend autoritär.

Bei den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2001 wurde der von Chiluba für seine Nachfolge vorgeschlagene frühere Vizepräsident Levy Mwanawasa (MMD) zum neuen Staatsoberhaupt gewählt, jedoch konnte sich Mwanawasa nur knapp gegen seinen schärfsten Gegner, Anderson Mazoka von der oppositionellen United Party for National Development (UPND), durchsetzen. Bei den gleichzeitig stattfindenden Parlamentswahlen behauptete sich das MMD als stärkste Kraft, verlor jedoch die absolute Mehrheit. Internationale Wahlbeobachter warfen dem MMD Wahlbetrug vor, die Oppositionsparteien fochten das Wahlergebnis an. Mwanawasa machte den Kampf gegen die Korruption zu einer Hauptaufgabe seiner Regierung und schreckte auch nicht vor entsprechenden Ermittlungen gegen den noch immer mächtigen Chiluba zurück. Zu einer tief greifenden Reform des Staatswesens, wie sie immer wieder gefordert wurde, fand er sich zunächst jedoch nicht bereit; erst als die Bevölkerung ihrer Forderung mit Demonstrationen Nachdruck verlieh, stimmte er Anfang 2006 einer verfassungsändernden Versammlung zu. Die Präsidentschaftswahlen vom September 2006 gewann Mwanawasa relativ deutlich vor seinem aussichtsreichsten Herausforderer, dem gewerkschaftsnahen und populistisch agierenden Michael Sata von der oppositionellen Patriotic Front (PF). Nach seinem Tod im August 2008 übernahm Vizepräsident Rupiah Bwezani Banda das Präsidentenamt kommissarisch.

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