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Windows Live® Suchergebnisse Sadi SaadiEnzyklopädieartikel
Sadi Saadi, eigentlich Abu Abdellah Moscharref od-Din ibn Mosleh od-Din, kurz Mosleh od-Din (um 1209 bis ca. 1292), persischer Dichter, geboren in Schiras, Studium in Bagdad. Aufgrund des Eindringens der Mongolen in Persien unternahm er weite Reisen nach Nordafrika, Anatolien, in den Irak und möglicherweise auch nach Indien. Darüber hinaus machte er mehrere Pilgerreisen nach Mekka. Als er in mittleren Jahren nach Schiras zurückkehrte, schrieb er seine berühmtesten Werke. Die Dichtung Bustan (1257, Saadis Lustgarten) enthält 4 100 Verse in zehn Kapiteln, in welchen er in Fabeln und Erzählungen die Tugenden des Islam darstellt. Der Golestan (1258, Der Rosengarten) ist ein aus Erzählungen und Anekdoten bestehendes Prosawerk, das mit kurzen Gedichten durchsetzt ist. Neben diesen beiden außergewöhnlich populären Werken verfasste Saadi lyrische Dichtungen (in Form von Ghaselen, einer persischen Gedichtform), Oden und Lobeshymnen, die sowohl in persischer wie auch in arabischer Sprache geschrieben sind. Saadis Ruhm geht auf die eindrucksvolle Vereinigung von zynischer Weisheit mit Güte sowie auf die sprachliche Eleganz seiner Verse zurück. Sein Grab in Schiras zählt nach wie vor zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt.
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