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Windows Live® Suchergebnisse Chrétien de TroyesEnzyklopädieartikel
Chrétien de Troyes (um 1140 bis 1190), französischer Dichter, geboren vermutlich in Troyes. Chrétien war einer der mittelalterlichen trouvères, eine Gruppe von Lyrikern aus Nordfrankreich, die sich von den romantischen Versen der als Troubadoure bekannten Dichter aus Südfrankreich beeinflussen ließen. Als einer der Ersten schrieb er Romanzen in gereimten Verspaaren in metrischer Form, die sich mit dem halblegendären englischen König Artus und seinen Rittern befassten. Zu diesen von den Idealen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe durchdrungenen Gedichten gehören Perceval (siehe Parzival), die früheste literarische Fassung der Legende vom Heiligen Gral, Érec et Énide (Erec und Enide) und Lancelot (Lanzelot oder die Ritter der Tafelrunde), in dem Artus’ Lieblingsritter und sein Rivale in der Liebe vorgestellt wird. Welche Quellen Chrétien für diese Werke benutzt hat, ist umstritten, doch sein gewandter und phantasievoller Erzählstil fand innerhalb der europäischen Literatur viele Nachahmer. Er gilt als der Begründer der mittelalterlichen Romanze und wurde von Dante für seinen Beitrag zur französischen Versdichtung im Erzählstil gepriesen. Chrétien de Troyes’ weitere Werke umfassen Übersetzungen des römischen Dichters Ovid und eine Bearbeitung des Tristanstoffes, die jedoch nicht erhalten blieb. Die Urheberschaft des ihm zugeschriebenen Guillaume d’Angleterres (Wilhelm von England) ist nicht gesichert.
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