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Jemen

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Jemen (Flagge und Hymne)Jemen (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
1

Einleitung

Jemen, Republik in Südwestasien, im Südwesten der Arabischen Halbinsel, entstanden 1990 durch die Vereinigung der Demokratischen Volksrepublik Jemen und der Arabischen Republik Jemen. Der Jemen grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman, im Süden an den Golf von Aden und im Westen an das Rote Meer. Die Grenzen im Landesinneren sind nicht genau festgelegt. Zum Staatsgebiet des Jemen gehören außerdem die Inseln Sokotra im Golf von Aden, Kamaran im Roten Meer, Perim und die Meeresstraße Bab el Mandeb. Die Landesfläche Jemens beträgt offiziell 527 970 Quadratkilometer. Hauptstadt der Republik Jemen ist Sana.

2

Land

Der Jemen gliedert sich in drei Großlandschaften: Küstentiefland, Gebirge und Hochland. Das Tiefland an der Westküste, die Tihāmah, wird von Sand- und Kiesflächen eingenommen. Die Ebene an der Südküste wird von Lavafeldern bedeckt, aus denen vereinzelte Vulkankegel aufragen. Landeinwärts erfolgt ein meist steiler Anstieg zur Gebirgsregion, in der sich auch der Djebel an Nabi Shu’ayb befindet. Dieser Gipfel ist mit 3 760 Metern der höchste Berg der Arabischen Halbinsel.

An das Gebirge schließt ein überwiegend aus kristallinen Gesteinen und Kalkstein aufgebautes, bis 2 500 Meter hohes Hochland an, das von tiefen Wadis wie dem Wadi Hadramaut durchzogen wird. Das Hochland fällt nach Nordosten in Stufen zur Großen Arabischen Wüste (Rub el Khali, „Leeres Viertel”) ab.

2.1

Klima

In den Küstenebenen ist das Klima heiß bei mittleren Jahrestemperaturen von 28 °C. Trotz der hohen Luftfeuchte erreichen die Jahresniederschläge nur selten 100 Millimeter. Die Westseite der Hochlandregion erhält während der beiden Regenzeiten (März–Mai und Juli–September) bis 1 000 Millimeter Niederschlag, der oberhalb von 3 000 Metern als Schnee fällt. Dies ist das regenreichste Gebiet der Arabischen Halbinsel. Weiter zum Landesinneren wird es zunehmend trockener, und die Wüstenregionen im Norden und Osten sind nahezu niederschlagsfrei. Die tageszeitlichen Temperaturunterschiede sind in den Trockengebieten erheblich; häufig treten Sandstürme auf.

2.2

Flora und Fauna

Mit Ausnahme der Oasen ist die Vegetation im Jemen überaus artenarm. In tieferen Lagen gedeihen neben Akazien vor allem Styraxbäume. Während in den Bergoasen u. a. Feigen und Datteln wachsen, beschränkt sich die Pflanzenwelt in den Wüstengebieten vor allem auf Dornsträucher und Hartgräser. Auf Sokotra im Golf von Aden sind einige Aloearten verbreitet. Die Hochlandregionen sind Lebensraum u. a. von Streifenhyänen, Goldschakalen, Fenneks und Antilopen, in den Wüsten sind Reptilien wie Schlangen und Chamäleons verbreitet.

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