Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 3 von 5
JemenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die meisten der im Jemen erscheinenden Tages- und Wochenzeitungen bieten auch Onlineausgaben an. Zu den ältesten Zeitungen gehört 26 September, die seit der Revolutionszeit erscheint. Al-Thawra ist die Regierungszeitung. Weitere Tageszeitungen sind Al-Shoura, Al-Gumhuryah, Al-Wahdawi, Al-Sahwa, Naba Al-Hakika und Al-Thaqafiah. Englischsprachige Wochenzeitschriften sind Yemen Times und Yemen Observer, die ebenfalls in Onlineausgaben erscheinen.
1990 wurden die Demokratische Volksrepublik Jemen und die Arabische Republik Jemen zur Republik Jemen vereint. Die Gesetzgebung beruht auf der Scharia (dem islamischen Recht). Die Islamische Präsidialrepublik wird nach der 1994 verabschiedeten und im Februar 2001 letztmals geänderten Verfassung regiert. Staatsoberhaupt ist der für eine Amtszeit von sieben Jahren direkt gewählte Präsident. Er ist Vorsitzender des vom Parlament gewählten fünfköpfigen Präsidialrates. Als Legislativorgan fungiert das Einkammerparlament, dessen 301 Abgeordnete für sechs Jahre gewählt werden. Wahlberechtigt sind alle Bürger ab 18 Jahren. Die Republik Jemen ist politisch in 17 Provinzen gegliedert.
Im Vergleich zu den arabischen Nachbarstaaten sind Wirtschaft und Infrastruktur der Republik Jemen schwach entwickelt. Die Finanzwirtschaft konzentriert sich auf die Stadt Aden, die gleichzeitig ein bedeutendes Handelszentrum des Landes ist. 1991 wurde in Aden eine Freihandelszone errichtet. Eine wichtige Einnahmequelle des Landes ist der Export von Erdöl und Erdölprodukten. Aufgrund der seit Jahren stattfindenden Entführungen ist der Tourismussektor praktisch komplett eingebrochen. Der Jemen ist in hohem Maß abhängig von ausländischer Hilfe und Überweisungen von im Ausland arbeitenden Jemeniten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 19 057 Millionen US-Dollar (2006), wovon 45,3 Prozent im Dienstleistungssektor, 40,9 Prozent im Bereich Industrie und 13,3 Prozent im Agrarsektor erwirtschaftet werden. Das BIP pro Kopf errechnet sich zu 876,90 US-Dollar. Die Wachstumsrate liegt bei durchschnittlich 3,3 Prozent, die Inflationsrate bei 13,3 Prozent (2006).
Obwohl der Agrarsektor heute den geringsten Teil zum BIP beisteuert sind hier immerhin 53 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. In den Bergoasen erfolgt die Landnutzung durch Terrassenfeldbau. Zu den wichtigsten Anbauprodukten zählen Hirse, Weizen, Gerste, Melonen, Hülsenfrüchte, Trauben, Datteln, Feigen, Sesam, Baumwolle und Tabak. Die Ernteerträge reichen aber nur bei wenigen Produkten zur Deckung des Eigenbedarfs. Der Anbau von Kaffee ging aufgrund der vermehrten Anpflanzung des Khatstrauches, eines narkotisierenden Spindelbaumgewächses, zurück. Aufgrund von bis zu fünf möglichen Ernten im Jahr zählt Khat (oder Qat) zwar zu den gewinnbringendsten Agrarprodukten, doch ist ein hoher Anteil der männlichen Bevölkerung khatsüchtig. Zu den Weidetieren gehören Rinder, Ziegen, Schafe, Kamele und Esel. Im Roten Meer und im Golf von Aden werden Fischfang (vor allem von Sardinen, Thunfischen und Hummer) und Perlenfischerei betrieben.
Viele Teile der Republik Jemen sind praktisch noch unerschlossen. Aus diesem Grund ist das Land auf den Import zahlreicher Rohstoffe angewiesen. 1984 wurden bei Marib und 1987 bei Schabwah Erdöllagerstätten entdeckt, die Gesamtfördermengen pro Jahr liegen um 20 Millionen Tonnen. Wichtige Pipelines führen von Marib sowie von Sana nach Kamaran am Roten Meer und von Schabwah an den Golf von Aden.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |