Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Blut", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Blut

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Blut

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Bestandteile des BlutesBestandteile des Blutes
Artikelgliederung
1

Einleitung

Blut, rote Körperflüssigkeit, die im Blutkreislauf zirkuliert und Zellen sowie Substanzen zu verschiedenen Körperregionen transportiert.

Blut dient u. a. der Versorgung des Körpers mit Sauerstoff zur Atmung. Von den Lungen fließt sauerstoffreiches Blut zum Herz, das es durch die Arterien in alle Regionen des Körpers pumpt. Die Arterien verzweigen sich in Organen und Geweben zu zahlreichen winzigen Blutgefäßen, den Kapillaren. Hier gibt das Blut den Sauerstoff an die Zellen ab und nimmt im Gegenzug Kohlendioxid auf. Über die Venen gelangt das Blut wieder zum Herz. Von dort wird es erneut in die Lungen gepumpt, um wieder Sauerstoff aufzunehmen.

Außer den Atemgasen werden im Blut auch andere Ausgangsstoffe bzw. Produkte des Stoffwechsels transportiert. Im Verdauungssystem nimmt es Nährstoffe auf und verteilt sie über die Blutgefäße im Körper. Abfallstoffe werden über das Blut aus den Geweben und Organen abtransportiert. Gereinigt wird das Blut in den Nieren, wo als gefiltertes Ausscheidungsprodukt Urin gebildet wird. Auch Hormone und Zellen des Immunsystems (sowie Antigene, die von diesen Zellen bekämpft werden) gelangen über den Blutstrom rasch von einem Körperteil zum anderen. Erwachsene Menschen haben eine Blutmenge von 4,5 bis 6 Litern.

2

Zusammensetzung des Blutes

Blutbestandteile sind das Plasma, in dem sich alle wasserlöslichen Substanzen befinden, und die Blutzellen. Das Blutplasma besteht zu 90 Prozent aus Wasser, der Rest sind hauptsächlich Proteine und gelöste Ionen. Die im Blut schwimmenden Zellen machen etwa 45 Volumenprozent aus: Ein Kubikmillimeter menschliches Blut enthält 3,5 bis 5,9 Millionen Erythrozyten (rote Blutzellen), 4 000 bis 10 000 Leukozyten (weiße Blutzellen) und 150 000 bis 400 000 Thrombozyten (Blutplättchen). Die Bildung der Blutzellen geschieht im Knochenmark und wird als Hämatopoiese (oder Hämatopoese) bezeichnet.

2.1

Erythrozyten oder rote Blutzellen

Erythrozyten sind rote, runde, in der Mitte eingedellte Scheibchen von etwa acht Mikrometer (tausendstel Millimeter) Durchmesser. Bei Menschen und Säugetieren sind sie ohne Zellkern. In den Erythrozyten ist das eisenhaltige Protein Hämoglobin enthalten, das dem Blut seine rote Farbe und seinen charakteristischen Geruch verleiht. Hämoglobin bindet in den Lungen Sauerstoff, woraufhin das Blut hellrot wird. Der an Hämoglobin gebundene Sauerstoff wird in den Kapillaren an die Zellen abgegeben und gegen Kohlendioxid eingetauscht (das Blut erscheint nun dunkelrot), das bei der Atmung in den Zellen erzeugt wird. In den Lungen wird das hämoglobingebundene Kohlendioxid wieder gegen Sauerstoff ausgetauscht.

2.2

Leukozyten oder weiße Blutzellen

Leukozyten üben zahlreiche Funktionen im Immunsystem aus. Anhand der Struktur des Zellkerns unterscheidet man zwei Gruppen: die granulären (gekörnten) und die agranulären Leukozyten. Die granulären Leukozyten (Granulozyten) kann man nach ihrer Färbbarkeit weiter unterteilen: Neutrophile Granulozyten lassen sich nicht färben, eosinophile dagegen mit Eosin rot und basophile mit basischen Farbstoffen blau färben.

Zurück
| |
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft