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Windows Live® Suchergebnisse MakakenEnzyklopädieartikel
Makaken, Gattung der Meerkatzenartigen mit etwa 20 Arten, die in Asien und mit einer Art, dem Magot, in Nordafrika sowie auf Gibraltar vorkommen. Makaken besiedeln sehr unterschiedliche Lebensräume von Wäldern über Felsregionen bis zu Agrarland und Städten. Es sind robuste, intelligente Primaten mit kraftvollen Körpern und kurzen, kräftigen Gliedmaßen. Über beiden Augen befindet sich ein auffälliger Wulst, die Schnauze erinnert an die eines Hundes. Männchen sind durchschnittlich größer als Weibchen. Die Tiere sind Allesfresser; sie haben Backentaschen, in denen sie einen großen Vorrat an Nahrung unterbringen können. Am Gesäß befinden sich beidseitig große, haarlose Schwielen, die bei paarungsbereiten Weibchen anschwellen. Der Schwanz ist je nach Art sehr unterschiedlich ausgebildet: Manche Arten besitzen keinen sichtbaren Schwanz, bei anderen übertrifft er die Kopfrumpflänge. Makaken leben in Gruppen unterschiedlicher Größe, die zumeist aus Männchen, Weibchen und Jungen bestehen. Sowohl unter den Männchen als auch den Weibchen gibt es Rangordnungen. Dominante Männchen begatten die meisten Weibchen der Gruppe. Ranghohe Tiere haben leichter Zugang zu Nahrung und Wasser, finden eher einen Ruheplatz und werden in der Fellpflege bevorzugt. Wenn die Weibchen von neugeborenen Jungen in Anspruch genommen werden, kümmern sich manchmal die Männchen um die älteren Jungtiere. Zu den Fressfeinden von Makaken gehören große Raubkatzen wie Leoparden und Pythons. Der recht häufige und weit verbreitete Javaneraffe oder Langschwanzmakak bewohnt Mangrovensümpfe, Wälder und die städtischen Gebiete Südostasiens. Er erreicht eine Kopfrumpflänge von 38 bis 55 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 43 bis 55 Zentimetern und wiegt bis zu neun Kilogramm. Der Javaneraffe lebt von Pflanzen und wirbellosen Tieren. Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von 167 bis 193 Tagen nur ein Junges zur Welt, das sechs bis zwölf Monate gesäugt wird. Die maximale Lebenserwartung in Gefangenschaft beträgt knapp 40 Jahre. Der Javaneraffe gehört zu den Primaten, die als Versuchstiere in der biomedizinischen Forschung verwendet werden. Der u. a. in Afghanistan, Indien und China verbreitete Rhesusaffe ist diejenige Makakenart, die am häufigsten als Versuchstier genutzt wird; an Rhesusaffen wurde der Rhesusfaktor des Blutes entdeckt. Die nördlichste Makakenart, der Rotgesichtsmakak, lebt in Japan. Er hat eine Kopfrumpflänge von 79 bis 95 Zentimetern und eine Schwanzlänge von etwa zehn Zentimetern. Bei ausgewachsenen Tieren sind Gesicht und Hinterteil rötlich gefärbt. Rotgesichtsmakaken leben von Pflanzen, Pilzen, wirbellosen Tieren und Vogeleiern; bemerkenswert ist, dass sie im Winter in heißen Quellen baden. Der Gesamtbestand wird auf 35 000 bis 50 000 Tiere geschätzt; die Art ist bedroht. Der Magot oder Berberaffe ist die einzige wild lebende Affenart Europas. Insgesamt gibt es wahrscheinlich weniger als 16 000 Tiere dieser Art, die kleine Population auf Gibraltar bestand 2002 aus etwa 250 Individuen. In Nordafrika sind Berberaffen durch Lebensraumzerstörung und Jagd gefährdet. Der Schweinsaffe lebt in Hinterindien und Indonesien, wo er Regenwälder und feuchte Sekundärwälder besiedelt. Seine Kopfrumpflänge beträgt 43 bis 77 Zentimeter, seine Schwanzlänge 12 bis 25 Zentimeter. Er frisst Pflanzen, Pilze und Wirbellose. Schweinsaffen werden zum Pflücken von Kokosnüssen abgerichtet. Ihr Bestand ist stark rückläufig. Systematische Einordnung: Makaken bilden die Gattung Macaca der Familie Cercopithecidae. Der Rhesusaffe ist klassifiziert als Macaca mulatta, der Javaneraffe als Macaca fascicularis, der Rotgesichtsmakak heißt zoologisch Macaca fuscata, der Magot oder Berberaffe Macaca sylvanus und der Schweinsaffe Macaca nemestrina.
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