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Dolomiten

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Blick über die DolomitenBlick über die Dolomiten

Dolomiten (italienisch Dolomiti), Gebirge in Norditalien, Teil der Südlichen Kalkalpen. Die rund 150 Kilometer langen und bis zu 80 Kilometer breiten Dolomiten liegen zwischen den Flüssen Rienz und Eisack im Norden, Etsch im Westen und Piave im Süden und Osten.

Das Gebirge besteht hauptsächlich aus Dolomit. Das weiße, stark geschichtete Gestein entstand gegen Ende der Trias aus kalkhaltigen Ablagerungen von Korallen und Algen, die in der damaligen Tethys lebten. Den Sockel bilden kristalline Schiefer, Porphyre, Sandsteine, Tuffe und Mergel.

Die ausgedehnte Gebirgsgruppe wird durch zahlreiche Flussläufe, Talungen und Beckenlandschaften stark gegliedert. Charakteristisch für die Dolomiten sind daher kurze Gebirgsstöcke und Massive. Steile Felswände und bizarre Felstürme stehen in landschaftlichem Kontrast zu breiten, flachen Tälern bei zum Teil extremen Höhenunterschieden. Die gesamte Gebirgsgruppe wird in Grödner, Fassaner, Ampezzaner und Sextener Dolomiten gegliedert. Höchster Berg ist die Marmolada (3 344 Meter), weitere 17 Gipfel erreichen ebenfalls Höhen von über 3 000 Metern.

Das Klima in den Dolomiten ist das ganze Jahr über wesentlich milder als in den Nordalpen. Die Gebirgsgruppe verzeichnet geringere Niederschläge und eine längere Sonnenscheindauer. Die Flora zeichnet sich durch große Vielfalt aus.

Haupterwerbszweig der Bevölkerung ist der Fremdenverkehr. So haben sich manche Gebiete in den Dolomiten zu ausgesprochenen Touristenzentren entwickelt. Bekannt für den Wintersport sind Cortina d’Ampezzo und das Grödner Tal (Val Gardena) mit Sankt Ulrich. Beliebte Wanderziele sind der Rosengarten, die Seiser Alm und die Drei Zinnen. In einigen Bergdörfern und Gehöften wird noch Land- und Almwirtschaft betrieben. Keine wirtschaftliche Bedeutung besitzt die Industrie.

Die Bevölkerungsdichte in den Dolomiten ist sehr gering. Ursprünglich lebten hier Ladiner, deren Kultur durch aus dem Norden stammende Bajuwaren sowie Italiener beeinflusst wurde. Heute leben hier noch etwa 20 000 Angehörige dieser Volksgruppe.

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