Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Kanadischer SchildEnzyklopädieartikel
Kanadischer Schild (Laurentischer Schild), eine große hufeisenförmige geologische Region, die das mittlere und östliche Kanada und kleinere Teile der nördlichen USA umfasst. Der Schild erstreckt sich in einem großen Halbkreis um die Hudsonbai. Er reicht von der arktischen Küste nördlich des Großen Bärensees im kanadischen Nordwest-Territorium bis zum nördlichen Quebec und Labrador. Die Region umfasst eine Fläche von etwa 4,8 Millionen Quadratkilometern und macht fast die Hälfte des gesamten Staatsgebiets Kanadas aus. In den Vereinigten Staaten gehören das Superior Upland im nördlichen Minnesota, im nördlichen Wisconsin und im nördlichen Michigan sowie die Adirondacks nordöstlich von New York dazu. Die Gesteine dieses ältesten Teiles der amerikanischen Kontinentalplatte enthalten Fossilien der frühesten Lebensformen der Erde. Dazu gehören Algen und Bakterien mit einem Alter von mehr als zwei Milliarden Jahren. Während der letzten Eiszeit, die vor etwa 2,5 Millionen Jahren begann, war die Region von kontinentalen Gletschern bedeckt. Die Gletscher trugen die obersten Erdschichten ab und lagerten sie an anderer Stelle wieder ab. Zahlreiche Seen und Flussbetten entstanden. Die durchschnittliche Höhe des Schildes liegt heute zwischen 300 und 600 Meter über dem Meeresspiegel. Nur in einigen Ausnahmefällen, wie etwa der Halbinsel Quebec-Labrador, werden Höhen bis zu 1 070 Metern erreicht. Im nördlichen Schild herrscht arktisches Klima vor: die durchschnittlichen Januartemperaturen betragen etwa -32 °C. Die Böden tauen nur etwa an 40 Tagen im Jahr auf. Flüsse und Seen sind nur etwa drei Monate im Jahr eisfrei. Nordöstlich der Hudsonbai befinden sich weite Gebiete mit Dauerfrostboden. Im Bereich des gemäßigteren südlichen Schildes wachsen Fichten- und Laubwälder. Nördlich der Baumgrenze erstreckt sich die Tundra, die mit Riedgras, Gräsern und niederen Sträuchern bedeckt ist. Im gesamten Gebiet des Schildes finden sich Moore (mit Torfmoos), Sümpfe und Seen. Der nördliche Kanadische Schild ist nur spärlich bewohnt, hauptsächlich von den Eskimos und anderen indigenen Völkern. Im südlichen Schild gibt es zahlreiche Städte, die insbesondere im Zuge des Abbaus der Bodenschätze errichtet wurden. In Südkanada wird vor allem Bergbau betrieben. Es gibt Wasserkraftwerke und Cellulosefabriken. Zu den mineralischen Rohstoffen zählen Eisen, Nickel, Kupfer, Zink, Uran, Gold, Silber, Platin und Molybdän. Die meisten Bergwerke befinden sich südlich von Jamesbai. Der Schild stellte ein gewaltiges Hindernis für die politische Entwicklung Kanadas dar. Erst nachdem die Canadian Pacific Railway sich ihren Weg durch das felsige und morastige Gebiet nördlich des Oberen Sees gebahnt hatte, konnte dieses Hindernis überwunden werden. Denn nunmehr bestand eine Verbindung zwischen dem besiedelten Ostteil des Landes und der sich entwickelnden Prärieregion.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |