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Giacomo Meyerbeer, eigentlich Jakob Liebmann Meyer Beer, (1791-1864), deutscher Komponist. Er wurde am 5. September 1791 in Tasdorf bei Berlin geboren und studierte bei Muzio Clementi, Carl Friedrich Zelter und Abbé Vogler. 1815 ging Meyerbeer auf Antonio Salieris Rat nach Venedig, wo er unter dem Einfluss der italienischen Musik, vor allem Gioacchino Rossinis, sechs Opern im italienischen Stil schrieb, von denen Il Crociato in Egitto (1824; Der Kreuzfahrer in Ägypten) die erfolgreichste war. 1826 kam Meyerbeer nach Paris und erlangte mit seinen an der Grand Opéra aufgeführten französischen Opern Weltruhm. Zu diesen Werken, die gekennzeichnet sind durch die Verwendung historischer Stoffe, opulente Instrumentierung und effektvolle Dramatik, zählen u. a. Robert le diable (1831; Robert der Teufel), Les Huguenots (1836; Die Hugenotten), Le prophète (1849; Der Prophet) und L’Africaine (1865; Die Afrikanerin). Mit seiner Eliminierung des Rezitativs und der Integration von Handlungselementen in einen größeren szenischen Zusammenhang wirkte er als Neuerer des Musiktheaters, sein Schaffen hatte großen Einfluss auf das Frühwerk Richard Wagners. Giacomo Meyerbeer starb am 2. Mai 1864 in Paris.
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