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Windows Live® Suchergebnisse EinhardEnzyklopädieartikel
Einhard (um 770 bis 840), fränkischer Geschichtsschreiber und Biograph Karls des Großen. Einhard entstammte einer Adelsfamilie aus Mainfranken und erhielt seine Ausbildung im Kloster Fulda. Etwa 794 kam er an die Hofschule Karls des Großen, wo er Schüler und Freund des angelsächsischen Gelehrten und Leiters der Hofschule, Alkuin, wurde. Dank seinen Fähigkeiten erwarb sich Einhard die Gunst Karls und wurde einer von dessen engsten Vertrauten. Karl übertrug ihm die Aufsicht über die kaiserlichen Bauten sowie wichtige Gesandtschaften. Nach Karls Tod fungierte er als Berater von dessen Sohn und Nachfolger Ludwig dem Frommen, der ihm als Laienabt die Leitung mehrerer Klöster anvertraute und ihn reich mit Grundbesitz austattete, auf dem er u. a. das Kloster Seligenstadt, für das er in Rom auf nicht ganz einwandfreiem Wege Reliquien beschaffte, und die Kirche in Steinbach errichten ließ. 830 zog er sich aus dem politischen Leben zurück und stand dann bis zu seinem Tod 840 als Abt dem Kloster Seligenstadt vor. Einhards bedeutendstes literarisches Werk ist seine Biographie Karls des Großen, die Vita Caroli Magni (entstanden wahrscheinlich um 825/26); als Vorbild für Aufbau und Stil dienten Einhard die Kaiserbiographien Suetons, und die Vita Caroli Magni wirkte selbst wieder jahrhundertelang auf die Geschichtsschreibung. Im Mittelalter war die Vita eines der meistgelesenen Geschichtswerke; sie ist die beste Quelle aus erster Hand zu Karl dem Großen und die erste mittelalterliche Herrscherbiographie überhaupt. Einhards Briefesammlung ist ebenfalls eine erstklassige Quelle zur karolingischen Zeit.
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