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Falkland-Inseln

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Margaret Thatcher zum Falkland-KonfliktMargaret Thatcher zum Falkland-Konflikt
Artikelgliederung
1

Einleitung

Falkland-Inseln (Malwinen, spanisch: Islas Malvinas), Inselgruppe im südlichen Atlantik, östlich der Magellanstraße und nordöstlich der Südspitze Südamerikas. Die Falkland-Inseln bestehen aus rund 200 kleinen Inseln, die durch die Falkland-Meerenge in zwei Hauptgruppen unterteilt werden. Die Gesamtfläche der Inseln beträgt 12 173 Quadratkilometer. Die größten Inseln sind Ost-Falkland (Fläche: 6 605 Quadratkilometer) und West-Falkland (Fläche: 5 413 Quadratkilometer). Die Gesamteinwohnerzahl beträgt etwa 2 200.

Die von Argentinien beanspruchten Falkland-Inseln (früher als Falkland Islands and Dependencies bezeichnet) sind eine britische Kronkolonie mit Selbstverwaltungsstatus. Bis 1985 gehörten die Insel Südgeorgien (3 755 Quadratkilometer, rund 1 290 Kilometer südöstlich der Falkland-Inseln) und die Süd-Sandwich-Inseln (337 Quadratkilometer, rund 750 Kilometer südöstlich von Südgeorgien) zu den Falkland-Inseln. Unter der neuen Verfassung wurden Südgeorgien und die Süd-Sandwich-Inseln jedoch zu einer eigenen britischen Kronkolonie.

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Physische Geographie

Geologisch gesehen sind die Falkland-Inseln ein Teil Patagoniens in Argentinien. Sie sind durch ein untermeerisches Hochplateau mit dem Festland verbunden. Ost-Falkland ist von zwei tiefen Fjorden durchzogen. Im Norden erheben sich die Wickham Heights, deren höchster Gipfel, der Mount Usborne, 705 Meter hoch ist. Das übrige Gebiet ist flach und besteht aus Marschland und Weiden. West-Falkland ist hügelig, besonders im Osten, wo die Hornby Mountains (höchste Erhebung: Mount Adam, 700 Meter hoch) parallel zur Falkland-Meerenge verlaufen.

Die Temperaturen liegen im Winter durchschnittlich bei 2,8 °C, im Sommer bei 8,3 °C. Die Luftfeuchtigkeit ist konstant hoch. Es gibt etwa 250 Regentage im Jahr, wobei der November der einzige fast trockene Monat ist.

Die stark zerklüfteten Küsten der Hauptinseln sind eine Voraussetzung für gut geschützte Häfen. Einer der wichtigsten Häfen ist Stanley (Einwohnerzahl 1989: 1 329) auf Ost-Falkland. Ein Flughafen befindet sich ebenfalls bei Stanley.

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Wirtschaft und Regierung

Schafzucht und Verarbeitung von Wolle sind die Haupteinnahmequellen auf den Falkland-Inseln. Wolle ist mit Abstand das wichtigste Ausfuhrgut. Exportiert werden auch Felle und Tierhäute. Lebensmittel, Textilien, Kraftstoffe, Maschinen und Eisenwaren werden eingeführt. Ein Privatunternehmen, die Falkland Islands Company, spielte in den achtziger Jahren eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft des Landes.

Gemäß der Verfassung von 1985 werden die Inseln von einem britischen Gouverneur und einem Legislativrat mit zehn Mitgliedern verwaltet.

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Geschichte

John Davis, ein englischer Seefahrer und Entdecker, war wahrscheinlich der erste Europäer, der die Falkland-Inseln erreichte (1592). Im Jahre 1600 landete der holländische Seefahrer Sebald Van Weert auf den Inseln und nannte sie Sebaldinseln. Dieser Name taucht auch heute noch manchmal auf holländischen Karten auf. Der Engländer John Strong durchsegelte die Meerenge zwischen Ost- und West-Falkland 1690 und nannte sie Falkland-Meerenge, nach dem britischen Politiker Lucius Cary, 2. Viscount Falkland. Der englische Name der Inseln stammt von dem dieser Meerenge. 1764 siedelten französische Kolonisten aus Saint-Malo (daher der Name Malvinas) auf Ost-Falkland, im Jahr darauf errichteten Briten eine Siedlung auf West-Falkland. 1770 kaufte Spanien den Franzosen das Land ab. 1774 verließen die Briten die Inseln. 1816 stürzte Argentinien die spanischen Herrscher auf den Falkland-Inseln und verlangte 1820 die Herrschaft über das Gebiet. Großbritannien übernahm jedoch im Jahre 1833 die Kontrolle über die Inseln. Argentinien erhob jedoch weiterhin Anspruch auf die Falkland-Inseln.

Mitte der sechziger Jahre begannen Verhandlungen der Vereinten Nationen zur Beilegung des Konflikts über die Vormachtstellung auf den Falkland-Inseln. Die Gespräche dauerten noch an, als argentinische Streitkräfte im April 1982 auf den Inseln einmarschierten und sie etwa zehn Wochen lang besetzten. Die Argentinier wurden von einer britischen Spezialeinheit geschlagen und ergaben sich am 14. Juni 1982 (siehe Falklandkrieg). Argentinien erhebt jedoch weiterhin Anspruch auf die Falkland-Inseln. Die britische Regierung weigerte sich zunächst, an weiteren Verhandlungen teilzunehmen. 1990 kam es jedoch zu einer Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Im Juli 1999 wurde der Flugverkehr zwischen den Falkland-Inseln und Argentinien wieder aufgenommen. Seit Beendigung des Falklandkriegs hatte ein Einreiseverbot für Argentinier geherrscht.

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