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Laubwerfende Pflanzen

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Laubwerfende BäumeLaubwerfende Bäume

Laubwerfende Pflanzen, auch Laub abwerfende oder sommergrüne Pflanzen, Arten, die ihre Blätter alljährlich zu Beginn einer kalten oder trockenen Jahreszeit abwerfen.

Laubwurf (auch Laubfall oder Blattfall) ist ein Schutz gegen Austrocknung. Bei gefrorenem Boden oder während einer Trockenzeit müssen Pflanzen ihre verdunstende Oberfläche verringern, weil sie dem Boden nicht genug Wasser entnehmen können und bei der z. B. an milden Wintertagen einsetzenden Transpiration vertrocknen würden. Überdies könnten die Blätter bereits bei Frühfrösten erfrieren und fielen dann samt den in ihnen enthaltenen, für die Pflanze weiterhin nutzbaren Stoffen noch grün vom Zweig. Der aus diesen Gründen erforderliche Laubwurf wird hormonell gesteuert, das dabei wichtigste Phytohormon (Pflanzenhormon) ist die Abscisinsäure (lateinisch abscisus: abgetrennt).

Der Laubwurf wird bei abnehmender Tageslichtdauer und zurückgehenden Temperaturen eingeleitet. Die Pflanze transportiert zunächst Aminosäuren, Zucker und Mineralstoffe aus den Blättern zurück in den Spross, wo diese Stoffe in den Markstrahlen oder dem Markgewebe für das Frühjahr gespeichert werden. Gegen Ende dieses Abtransports wird das Chlorophyll zerstört, das nicht abtransportiert werden kann. Mit der Zerstörung des Chlorophylls werden die immer vorhandenen gelben oder roten Carotinoide sichtbar, die vom Chlorophyll überdeckt wurden. Gleichzeitig geht die Vakuole (eine mit Zellsaft gefüllte Organelle) zugrunde, und ihr saurer Inhalt wandelt die farblosen Leucoanthocyane der Zellwand in die blaurot bis gelborange gefärbten Anthocyane (siehe Pigmente) um. Anschließend bildet die Pflanze an der Basis des Blattstieles ein Trenngewebe. Nach dem Blattfall wird die am Zweig zurückbleibende Narbe durch eine wasserundurchlässige Korkschicht verschlossen. Nach dem Absterben der Blätter treten in ihnen, u. a. verursacht durch Tannine, dunkelbraune Farbstoffe in Erscheinung.

Wenn eine Pflanze vor dem Laubwurf weiterhin ausreichend mit Stickstoff versorgt wird (etwa Erlen durch Knöllchenbakterien), findet oft kein vollständiger Rücktransport von Stoffen in den Spross statt, und die Pflanze wirft ihre noch grünen Blätter ab. Pflanzen, die ihre Blätter während des ganzen Jahres behalten, werden als Immergrüne bezeichnet. Dies sind in gemäßigten und nördlichen Breiten insbesondere die Nadelbäume (außer Lärchen), deren starre, nadelförmige Blätter zumeist gut gegen Transpiration geschützt sind.

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