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    Paläolithische Kunst, während der Altsteinzeit hergestellte Kunst, die 300 000 bis 10 000 Jahre alt ist. Zu ihr gehören mobile bewegliche Objekte...

  • Paläolithische Kunst

    Zugehörige Projekte : Projektleitung : Paläolithische Kunst in der Höhle von Roucadour (Frankreich) Jean-Marie Le Tensorer

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Paläolithische Kunst

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Höhlenmalereien von LascauxHöhlenmalereien von Lascaux
Artikelgliederung
1

Einleitung

Paläolithische Kunst, während der Altsteinzeit hergestellte Kunst, die 300 000 bis 10 000 Jahre alt ist. Zu ihr gehören mobile (bewegliche) Objekte wie Figuren oder Schmuck sowie Höhlenkunst in Form von Malereien, Gravierungen und Skulpturen. Am reichsten findet sich Steinzeitkunst in Westeuropa. Diese wird im Folgenden beschrieben.

2

Entdeckung

Um 1860 wurden in Höhlen und unter Felsvorsprüngen in Südfrankreich steinzeitliche Schmuckobjekte aus Knochen gefunden. Einige stellten Tierarten dar, die ausgerottet oder im Gebiet schon längst nicht mehr ansässig waren (wie das Mammut und das Rentier). Dennoch taten sich zahlreiche Forscher schwer, das Vorhandensein von Steinzeitkunst zu akzeptieren.

1880 entdeckte man in der spanischen Höhle von Altamira Steinzeitkunst, doch wurde auch diese von vielen Wissenschaftlern nicht als solche anerkannt. Erst Funde in der Höhle von La Mouthe (Dordogne) führten zu einer allmählichen Akzeptanz. In La Mouthe wurden 1895 Ritzbilder freigelegt. Paläolithische Ablagerungen im Geröll bewiesen, dass es sich um prähistorische Bilder handeln musste. 1901 wurden weitere Gravierungen in der Höhle von Les Combarelles (Dordogne) und Wandgemälde nahe Font de Gaume entdeckt.

3

Fundorte

Kleinere Steinzeitobjekte wurden von Spanien über Nordafrika bis Sibirien gefunden. Überaus ertragreich waren Gebiete in West-, Mittel- und Osteuropa, darunter auch solche in Deutschland.

Höhlenmalereien finden sich etwa in Portugal, Südspanien, Italien, Rumänien, Russland und Nordfrankreich. Besonders eindrucksvoll ist die Höhle von Périgord sowie einige in den französischen Pyrenäen und im spanischen Kantabrien. Bis heute gibt es insgesamt 280 Fundstätten. In Lascaux oder Les Trois Frères in Frankreich sind Hunderte von steinzeitlichen Zeichnungen zu sehen. Inzwischen weiß man, dass Steinzeitkünstler auch frei stehende Steine bemalten. Ein Teil dieser Felsenritzungen hat sich in Spanien, Portugal und den französischen Pyrenäen erhalten. Auch in Deutschland hat es wahrscheinlich altsteinzeitliche Höhlenmalereien gegeben, doch konnten bisher keine eindeutig datiert werden. 1998 fanden Archäologen hier erstmals das handtellergroße Fragment einer vermutlich größeren Wandmalerei. Das Fundstück, ein mit roten Punkten bemalter Kalkstein, stammt aus dem so genannten Hohlen Fels bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis).

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Datierung

Pigmentproben zeigen, dass die Steinzeitkünstler für ihre Farbe oftmals Holzkohle verwendeten. Die Radiokohlenstoffdatierung (siehe Datierungsmethoden) ergab, dass die Höhlenmalereien in einem lang andauernden Prozess zustandekamen.

Das älteste bekannte, vollständig erhaltene Beispiel plastischer paläolithischer Kunst stammt aus der Kulturperiode des Aurignacien und ist etwa 35 000 Jahre alt. Dabei handelt es sich um ein knapp vier Zentimeter großes, aus Mammutelfenbein geschnitztes, äußerst realistisch gestaltetes Mammut. Die Figur wurde 2006 in der Vogelherdhöhle auf der Schwäbischen Alb in Südwestdeutschland gefunden; außerdem wurden dort seit der ersten Untersuchung 1931 zahlreiche Fragmente von Tierfiguren aus Elfenbein und Stein ausgegraben, die ebenfalls alle ins Aurignacien datiert wurden. Die ältesten bekannten Höhlenmalereien befinden sich in der 1994 entdeckten Höhle von Chauvet im Tal der Ardèche (Frankreich): Mittels Radiokarbonmethode wurden sie auf ein Alter von etwa 30 000 bis 33 000 Jahren datiert. Früheste dekorative Elemente sind Ritzungen in Knochen, die bei Bilzingsleben im Bezirk Halle gefunden wurden und etwa 300 000 Jahre alt sind. Schädelfragmente aus derselben Fundstelle stammen vom Homo erectus.

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