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Windows Live® Suchergebnisse Matthew ArnoldEnzyklopädieartikel
Matthew Arnold (1822-1888), englischer Dichter, geboren in Laleham, gestorben in Liverpool. Arnold war einer der führenden Literaturkritiker der Viktorianischen Ära. Er war der Sohn von Thomas Arnold, des Schulleiters der berühmten Rugby School. Nachdem er eine Zeit lang in Rugby klassische Philologie unterrichtet hatte, war er von 1851 bis 1886 als Schulinspektor tätig. Da er sich in dieser Funktion mit der Reform des britischen Schulwesens befasste, besuchte er zu Forschungszwecken wiederholt das europäische Festland und unternahm 1883 und 1886 Vortragsreisen in die Vereinigten Staaten. Von 1857 bis 1867 war er in Oxford Professor für Dichtung. Ein meditativer, elegischer Ton ist kennzeichnend für Arnolds Dichtung. In vielen seiner Gedichte kommt seine Verzweiflung am Leben und das Gefühl der Isolierung zum Ausdruck, so in den Versen des Gedichtes Stanzas from the Grande Chartreuse (1855). Seine Dichtung orientiert sich häufig an klassischen Vorbildern. Zentrale Motive sind Entfremdung, Verzweiflung und innere Leere. Trotz seiner religiösen Zweifel schrieb Arnold mehrere Stücke, in denen er danach strebte, die innere Wahrheit des Christentums gegenüber dem herkömmlichen Dogmatismus nachzuweisen. In seiner Aufsatzsammlung Culture and Anarchy (1867-1868) verteidigte er die Kultur gegen den wissenschaftlichen Materialismus. Seine innerhalb der Literaturkritik bedeutsamsten Aufsätze sind in den Bänden The Function of Criticism at the Present Time (1865) und The Study of Poetry (1880) enthalten.
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