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AlbatrosseEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Albatrosarten; Wanderungen und Nahrung ; Fortpflanzung; Gefährdung; Systematische Einordnung
Alle Albatrosarten werden auf der Roten Liste gefährdeter Vogelarten geführt. Der Bestand des Amsterdamalbatros, der auf der Amsterdam-Insel im Südindischen Ozean brütet, umfasste 2005 nur noch rund 100 Individuen. Die wichtigste Ursache für den Bestandsrückgang von Albatrossen ist der Fischfang mit beköderten, bis zu 130 Kilometer langen Langleinen, die vor allem zum Fang des insbesondere in Japan als Speisefisch beliebten Schwarzen Seehechts ausgelegt werden. Jedes Jahr ertrinken dabei wahrscheinlich mehr als 100 000 Albatrosse, weil sie Köder mit Fanghaken verschluckt haben. In früheren Zeiten wurden gefangene Albatrosse meist befreit, denn einem alten Seemannsaberglauben zufolge sollte es Unglück bringen, einen Albatros zu töten. Dieser Aberglaube ist auch das Thema von The Rime of the Ancient Mariner (1798; Die Weise vom alten Seefahrer) des englischen Dichters Samuel Taylor Coleridge.
Albatrosse bilden die Familie Diomedeidae der Ordnung Procellariiformes. Der Wanderalbatros trägt den wissenschaftlichen Namen Diomedea exulans, der Galapagosalbatros heißt Phoebastria irrorata, der Laysanalbatros Phoebastria immutabilis und der Amsterdamalbatros Diomedea amsterdamensis. Der Schwarze Seehecht heißt wissenschaftlich Dissostichus eleginoides.
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