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    Dieser Artikel behandelt das Tier Dachs. Für weitere Bedeutungen siehe Dachs (Begriffsklärung).

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Dachse

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Dachse: Systematische EinordnungDachse: Systematische Einordnung
Artikelgliederung
1

Einleitung

Dachse, Unterfamilie der Marder mit acht Arten.

Dachse sind Raubtiere mit kurzen, kräftigen Beinen und verlängerten Füßen, welche die Tiere mehr oder weniger zum Sohlengänger werden lassen (die Fersen berühren den Erdboden), sowie geraden, kräftigen, an das Graben von Höhlen angepassten Zehen. Dachse tragen ein dichtes, auffallend gezeichnetes Fell und sind äußerst kräftig. Sie leben in unterirdischen Bauen und sind zumeist nachtaktiv. Über ihre Analdrüsen sondern sie ein stark riechendes Sekret ab.

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Europäischer Dachs

Der europäische Dachs erreicht eine Kopfrumpflänge von 60 bis 90 Zentimetern und ein Gewicht von 7 bis 25 Kilogramm (Gewichte über 15 Kilogramm werden nur im Herbst erreicht). Er lebt bei uns in Wäldern und Feldgehölzen, besiedelt aber auch Steppen und Halbwüsten. Dachse sind Allesfresser und ernähren sich u. a. von Früchten, Wurzeln, Bucheckern, Eiern, Jungvögeln, Fröschen, Schnecken, Würmern und Insekten. Doch auch Honig und die Larven von Wespen und wilden Bienen verschmähen sie nicht. Vor deren Stichen ist der Dachs durch sein rauhaariges Fell recht gut geschützt.

Unsere einheimischen Dachse graben Bausysteme, die eine Tiefe bis zu fünf Metern und einen Durchmesser von 30 Metern erreichen können. In einem Kessel dieser Bauanlage verbringen Dachse als Winterruher (siehe Winterschlaf) einen großen Teil des Winters. Die Winterruhe dauert – je nach Witterung – manchmal nur Tage oder Wochen, in Sibirien kann sie jedoch sieben Monate anhalten. Das Weibchen wirft in seinem Bau nach einer verlängerten Tragzeit von neun bis zwölf Monaten im Februar oder März ein bis sieben blinde und unbehaarte Junge, die im Alter von drei Monaten entwöhnt werden. Ein in Gefangenschaft gehaltener Dachs erreichte ein Alter von 16 Jahren.

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Andere Dachsarten

Der Amerikanische Dachs ist in den westlichen Gebieten Nordamerikas bis in den Osten nach Ohio, von Süd- bis Zentralmexiko und von Nord- bis Südkanada verbreitet. Er hat eine Kopfrumpflänge von 60 bis 79 Zentimetern. Der Amerikanische Dachs bewohnt offenes, trockenes Gelände, seine tiefen Baue gräbt er gern in Hänge. Das rauhaarige Fell ist grau mit bräunlichen Haarspitzen, der Kopf ist braun mit einem einzigen weißen Streifen, der hinter der Nase anfängt und über die Rückenmitte verläuft. Auch um die Ohren und Augen ist er stellenweise weiß gezeichnet. Der Amerikanische Dachs ernährt sich hauptsächlich von Taschenratten und anderen Schädlingen landwirtschaftlich genutzter Gebiete.

Zu den anderen Arten derselben Unterfamilie zählen der Teledu auf Java und der Schweinsdachs im Nordosten Indiens. Der Honigdachs Afrikas gehört zu einer anderen Unterfamilie.

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Systematische Einordnung

Dachse bilden die Unterfamilie Melinae der Familie Mustelidae. Der europäische Dachs heißt zoologisch Meles meles, der Amerikanische Dachs Taxidea taxus, der Teledu wird Mydaus javanensis genannt und der Schweinsdachs Arctonyx collaris.

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