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Windows Live® Suchergebnisse SupercomputerEnzyklopädieartikel
Supercomputer, großer, extrem schneller und teurer Computer für komplexe und aufwendige Berechnungen, der in der Regel bei der Befehlsausführung die Pipelining-Technik anwendet, d. h. während der Abarbeitung eines Befehls bereits die folgenden untersucht, und der Vektorbefehle versteht. Das „Herz” eines Supercomputers besteht aus mehreren tausend hochleistungsfähigen Mikroprozessoren (üblicherweise RISC-Prozessoren), die parallel zusammengeschaltet sind. Dadurch ist ein Supercomputer in der Lage, einige Trillionen Operationen pro Sekunde durchzuführen. Berechnungen dieser Größenordnung sind etwa bei Bewegungsanimationen von Raumfahrzeugen, bei der Darstellung von Klimamodellen oder für Spezialeffekte im Film erforderlich. Supercomputer werden auch für Wettervorhersagen, großmaßstabige wissenschaftliche Modellierung (z. B. in Astronomie und Kernphysik) und für die Suche nach Erdöl eingesetzt. Ende 2007 stand das IBM-System Blue Gene/L des Lawrence-Livermore-Laboratoriums auf Platz eins der Rangliste der Supercomputer. Blue Gene/L wird vorwiegend für militärische Zwecke genutzt und erreicht eine Geschwindigkeit von mehr als 478 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (478,20 Teraflops, Linpack). Diese Leistung wurde nach dem so genannten Linpack-Verfahren ermittelt, einem speziell genormten und international anerkannten Testprogramm (siehe Benchmark). Der zweitschnellste Supercomputer der Welt, das IBM-System JUGENE (Juelich Blue Gene), befindet sich am Forschungszentrum in Jülich und erreicht 167,30 Teraflops (Linpack). Mit 126,90 Teraflops (Linpack) ist das SGI-System des New Mexico Computing Applications Center in Rio Rancho (USA) der drittschnellste Supercomputer der Welt. Zu den schnellsten Supercomputern in Europa gehören neben JUGENE in Jülich das HP-Cluster-System der schwedischen Regierung in Stockholm mit 102,80 Teraflops (Linpack), ferner das IBM-System MareNostrum der polytechnischen Universität in Barcelona mit 63,83 Teraflops (Linpack) sowie das System HLRB II am Leibniz-Rechenzentrum in Garching mit 56,52 Teraflops (Linpack). Weitere Supercomputer in Deutschland sind u. a. das IBM-System JUBL (Juelich Blue Gene/L) am Forschungszentrum Jülich (37,33 Teraflops, Linpack) und das IBM-System Blue Gene/P am Rechenzentrum des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching (21,91 Teraflops, Linpack). Führende Hersteller von Supercomputern sind IBM, Hewlett Packard, Cray Inc., SGI (Silicon Graphics Inc.), NEC, Fujitsu und Hitachi.
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