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Buße

Enzyklopädieartikel

Buße, allgemein: Sühne für die sittliche, rechtliche oder religiöse Schuld. In der christlichen Theologie bezeichnet Buße sowohl die Sühne für Sünden als auch die Versöhnung mit Gott durch die Fleischwerdung, die Leiden und den Tod Jesu Christi. In der Theologie vieler Glaubensgemeinschaften, insbesondere der Universalisten und Unitarier, bezeichnet Buße das Führen von Menschen zu Gott und steht damit in Widerspruch zur allgemeinen Vorstellung einer Wiederversöhnung.

Die drei wichtigsten Theorien, mit deren Hilfe die Theologen die Buße zu erklären versuchen, sind: (1) die Opfertheorie, nach der die Buße ganz wesentlich im Opfer Christi für die Sünden der Menschheit besteht; (2) die Heilstheorie, nach der Gott, durch seine Fleischwerdung, zur Menschheit herabstieg, um durch den Vorgang des Lebens und Sterbens Christi die Sünden auszulöschen; (3) die sozinianische Theorie oder die Theorie von der moralischen Beeinflussung, nach der das Wirken Christi darin besteht, die Menschen zu einem gottgefälligeren Leben anzuleiten. Die Opfertheorie nimmt in der Regel zwei Formen an: (a) die Herrschaftstheorie, nach der das Wirken Christi darauf abzielte, den Forderungen der göttlichen Gesetze zu entsprechen; (b) die Erfüllungstheorie, nach der das Opfer Christi darauf abzielte, die göttliche Gerechtigkeit zu erfüllen und die Vergebung für die Menschheit zu ermöglichen. Siehe auch Bußsakrament.

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